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RAM FALLS

Bei Nordegg erreichten wir den David Thompson Highway, es war es noch früh genug um weitere 64 Kilometer zu fahren. Dort gab es den Ram Falls Provincial Park, von dem ich schöne Fotos gesehen hatte. Daher wollten wir unbedingt dort hin. Die Forestry Trunk Road änderte sich jetzt. Waren wir vorher viele Kiometer auf matischer breiter Piste mit vielen Schlaglöchern unterwegs, wurde die Strecke hier enger und kurviger. Aber auch viel besser gepflegt, selbst bei Schnee fuhr es sich hier gut. In diesem Abschnitt gibt es keine Minen und keinen schweren Versorgungsverkehr. Eine Brücke führt über den North Saskatchewan River.

Am nächsten Tag mussten wir die gleiche Strecke wieder zurück fahren, denn der Plan war, über den Icefields Parkway und Lake Louise die Rockies in Richtung Westen so schnell wie möglich zu verlassen.

Doch jetzt war erst einmal der Campground an den Ram Falls unser Ziel, 1,5 Stunden waren noch zu fahren. Die Trunk Road führt vorbei an herbstlich gefärbten Strauchflächen, hier kann man bei schönerem Wetter sicher viele Tiere sehen. Es schneite die ganze Zeit leicht, an der Abzweigung zum Campground trafen wir auf eine kleine Gruppe Dickhornschafe.

Wir hielten erst einmal an der Toilette und erkundeten dann den Campground. Hier gibt es 54 Stellplätze in 5 Schleifen, die kosten 26 Dollar. Bis auf eine Schleife war alles offen und keine Menschenseele zu sehen, wir konnten uns einen schön ebenen Platz zwischen Bäumen aussuchen. Nummer 54 direkt gegenüber der Day Use Area, die zu dieser Jahreszeit ja von niemandem genutzt wurde. Als einzige Fahrzeug weit und breit genossen wir die Ruhe.

Da wir sowieso zum Eingang zurück fahren mussten um uns zu registrieren, haben wir dann noch einmal an einer Handpumpe angehalten. Die körperliche Anstrengung, Wasser in den Eimer zu pumpen, tat gut bei der Kälte. Noch war der Matsch hinten am Camper feucht und leicht zu entfernen, so schüttete Michael einige Eimer rund um die Tür und auf das hintere Fenster. Danach konnten wir dann die Türe öffnen ohne uns komplett einzusauen und auch wieder hinten raus gucken. Unten ist ein kurzes Video von der Aktion zu sehen.





Am Wasserfall

Am nächsten Morgen waren wir dann mal wieder eingeschneit und unser Tag begann mit einem schönen Frühstück im warmen Camper.

Danach warm anziehen und dann laufen wir endlich in Richtung Wasserfall. Die kleine Wanderung zu den Ram Falls ist wunderbar, wir hinterlassen die ersten Spuren im frisch gefallenen Schnee. Am Picknickplatz stehen einige Dickhornschafe, die sich bei unserer Ankunft misstrauisch langsam in Richtung Steilwand verabschieden. Und ganz plötzlich springen sie über die Absperrung in den Abgrund! Faszinierend zu beobachten, wie die Weibchen und Jungtiere sich im steilen Gelände bewegen. Auf der anderen Seite kann man einen Trampelpfad in der steilen Schotterhalde erkennen.

Vor uns liegen die verschneite Aussichtsplattform und der wunderschöne 20 Meter hohe Wasserfall, über eine Schicht aus hartem Sandstein in die Schlucht fällt. Die sonst schwarzen steilen Seitenwände sehen aus, als hätte jemand mit einem riesigen Puderzuckerstreuer gearbeitet. Alles rundum ist schwarz und weiss, nur die gelben Laubbäume oberhalb des Wasserfalls zaubern Farbe in die Landschaft.

Wir sind hier natürlich wieder ganz alleine unterwegs, das ist einfach herrlich. Beim Ab- und Aufstieg über die vielen eingeschneiten Stufen bis zur Plattform müssen wir aber extra vorsichtig sein: Wer sich hier die Haxen bricht ist ebenfalls allein, schnelle Hilfe ist nicht zu erwarten. Die Falls sehen jetzt mit etwas Schnee besonders beeindruckend aus und sind sehr fotogen. Der Canyon besteht aus erodiertem Schiefer und Sandstein, hier kreisen oft Steinadler, Weißkopfseeadler und amerikanische Turmfalken. Leider sehr weit weg und bei trübem Licht nicht zu fotografieren. An den Hängen der 2.850 Meter hohen Ram Range sind während des ganzen Jahres Dickhornschafe zu sehen, mit etwas Glück auch mal Schneeziegen.







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Ram Falls

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