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Zwischen Pleasant Bay und Cape North am Cabot Trail liegen mit den Beulach Ban Falls die schönsten und zugleich am leichtesten erreichbaren Wasserfälle auf Cape Breton Island im Cape Breton Highlands National Park.
Der Name stammt aus dem Gälischen und bedeutet "Weißer Pass" oder "Weißer Durchgang". Das ist ein Hinweis auf die schäumenden Wassermassen, die hier über mehrere Felsstufen in die Tiefe stürzen.
Der Wasserfall liegt im Cape Breton Highlands National Park, weshalb er sich ideal als kurzer Halt auf dem Cabot Trail eignet. Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite befindet sich der Big Intervale Campground des Nationalparks – ein schöner Campingplatz ohne Strom- oder Wasseranschluss. Der hätte uns auch gefallen, aber da es so kalt war, haben wir uns für die Stellplätze in Cheticamp und Broad Cove mit Strom entschieden. Dort konnten wir dann über Nacht leise elektrisch heizen.
Wir haben auf dem kleinen Parkplatz etwa 200 m vom Highway entfernt geparkt; hier gab es eine Schranke und man musste laut Schild die nächsten zwei Kilometer zu Fuß gehen. Natürlich sahen wir während des Spaziergangs auch Autofahrer, die hier entlangfuhren
Auf dem Rückweg kam uns dann ein Ranger im Auto entgegen und wir waren froh, dass wir mit dem Camper nicht gegen die Regeln verstoßen hatten. Das wäre sicher teuer geworden.
Vom Parkplatz aus führt ein gut ausgebauter, breiter Waldweg in etwa 25 Minuten zu den Wasserfällen. Der Spaziergang ist einfach und verläuft überwiegend eben durch einen lichten Mischwald mit Fichten, Birken und Ahornbäumen. Wir haben natürlich länger dafür gebraucht, weil wir ständig stehen blieben, um nach Vögeln oder Hörnchen Ausschau zu halten.
Rechts und links war sehr viel Wasser im Wald, weil es die letzten Tage fast ununterbrochen geregnet hatte. Kleinere Wasserfälle sahen wir schon am Wegesrand, die malerisch über Felsen stürzten. Auf der rechten Seite geht es steil bergab in das Tal des North Aspy River.
Überall sangen Vögel im gerade grün belaubten Wald und weit schallte das Klopfen der Spechte. Schon von Weitem hörten wir das Rauschen des Wasserfalls vor der Ankunft an dem kleinen Picknickplatz mit Infotafel.
Die Beulach Ban Falls sind insgesamt rund 20 Meter hoch. Das Wasser des Beulach Ban Brook stürzt hier in mehreren Kaskaden über dunklen Fels und sammelt sich anschließend in einem klaren Becken.
Der gut erreichbare Hauptfall stürzt neun Meter über eine Felsstufe in die Tiefe. Hinter den Beulach Ban Falls liegt noch ein oberer Abschnitt des Wasserfallsystems. Das Wasser fällt insgesamt über mehrere Stufen durch die Schlucht und der Bereich oberhalb besteht aus weiteren Kaskaden. Die kann man von einem Aussichtspunkt an der Straße besser sehen, als wenn man direkt davor steht.
Besonders nach den kräftigen Regenfällen oder auch während der Schneeschmelze zeigt sich der Wasserfall von seiner eindrucksvollsten Seite; da hatten wir Glück. Doch selbst im Sommer, wenn man hier eher ein kleines Rinnsal sieht, ist dieser Ort ein beliebtes Ziel für eine kurze Wanderung oder eine Picknickpause.
Mehrere Aussichtspunkte am Wasserlauf ermöglichen schöne Fotomotive. Die Felsen können hier durch Spritzwasser sehr rutschig werden, weshalb man den Weg nicht verlassen sollte. Überall lagen die Hinterlassenschaften von Elchen herum, gesehen haben wir leider keine. Gerade im weichen Morgen- oder Abendlicht kann man hier stimmungsvolle Aufnahmen machen. Wir waren natürlich zur Mittagszeit vor Ort und mussten den Wasserfall mit Gegenlicht fotografieren, waren dafür aber die meiste Zeit alleine unterwegs.









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Direkt am Wasserfall beginnt der Aspy Trail. Das ist ein mittelschwerer, ca. 9,6 Kilometer langer Wanderweg, der durch alte akadische Mischwälder entlang des Canyons führt. Es ist eine Sackgasse, also der gleiche Hin- und Rückweg. Dafür hatten wir keine Zeit, aber natürlich haben wir noch an einem spektakulären Lookout angehalten. Das soll sich besonders im Oktober lohnen, wenn man hier von oben das riesige, bunte Farbenmeer der akadischen Wälder sieht.
Der North Mountain Look-off ist ein Aussichtspunkt direkt am Cabot Trail, der einen Panoramablick auf eine gigantische, 40 Kilometer lange Bruchlinie in der Erdkruste bietet. Von hier genießt man einen spektakulären 180-Grad-Panoramablick über die gewaltige Landschaft. Direkt unter dem Aussichtspunkt erstreckt sich das tiefe, dichte Tal des North Aspy River. Der Blick reicht weit über die welligen Hügel und Hochebenen des Cape-Breton-Highlands-Nationalparks.
Die Aspy-Verwerfung, hier Aspy Fault genannt, hat gewaltige historische Dimensionen. Ihre Entstehung reicht bis in das Ordovizium vor über 400 Millionen Jahren zurück, als zwei Urkontinente aufeinanderprallten, den Meeresboden nach oben drückten und die Berge formten. Bevor sich der Atlantische Ozean öffnete, war die Bruchlinie vermutlich direkt mit der berühmten Great Glen Fault in Schottland verbunden.
Erosion entlang der Bruchlinie schuf das tiefe, markante Canyon-Tal, durch das heute der Aspy River fließt. Es zieht sich über 40 Kilometer vom Zentrum des Hochlandes südwärts bis in das Margaree Valley.
Hier verläuft eine scharfe Gesteinsgrenze, an der uraltes, hartes metamorphes Gestein der Berge direkt auf weicheren Sandstein trifft.










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