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| Die Nordseite |

Schon oft waren wir am Swartbergpass, wie Ihr auf den Seiten Swartberg Pass 1 und Swartberg Pass 2 sehen könnt. Der Pass, erbaut von Thomas Bain und 1888 eröffnet, ist eine Schotterstraße, die sich in engen Kehren bis auf 1.583 Meter hinaufschraubt. Trotzdem möchte ich noch eine weitere Seite über diese spektakuläre Route von der Kleinen Karoo in Richtung Prince Albert machen. Denn bisher waren wir hier immer im März, also im Südherbst. Dieses Mal führte uns die Fahrt über den Swartberg Pass Anfang November durch das botanische Naturwwunder. Zu dieser Zeit klingt der südafrikanische Frühling langsam aus, und die Hitze der Karoo beginnt, die Landschaft zu prägen, während in den Höhenlagen des Passes die Flora noch in voller Pracht steht.
Auch dieses Mal kamen wir von der Südseite über Oudtshoorn, durch dramatische rote Felsformationen aus Enon-Konglomerat. Die Straße schmiegt sich eng an die Klippen und schon hier haben wir oft angehalten um die Fauna zu bestaunen.
Anfang November ist die perfekte Zeit, um das sogenannte Karoo Gold zu sehen. Es handelt sich um einen dornigen, eher unscheinbaren Strauch, der den Rest des Jahres fast kahl wirkt. Doch nach den ersten Frühlingsregen oder bei steigenden Temperaturen im November geschieht das Wunder: Der gesamte Strauch explodiert förmlich in leuchtend gelben, trichterförmigen Blüten.
Wenn ganze Berghänge damit bewachsen sind, sieht es aus, als hätte jemand flüssiges Gold über die karge Karoo-Landschaft gegossen. Für die Farmer der region ist es ein Zeichen von guter Weidequalität, und für Insekten ist es eine lebenswichtige Nahrungsquelle in der ansonsten trockenen Umgebung.
In den höheren, feuchteren Lagen blühten noch die Protea eximia oder die Protea nitida (Wagon Tree). Sogar Sugarbirds sahen wir hier umher schwirren, auf der Suche nach Blüten und Nektar. Mit seinem langen Schwanz sitzt das Männchen oft auf den Protea-Blüten, die Weibchen sind etwas scheuer. Sunbirds schillern metallisch grün oder blau und schwirren ebenfalls um die blühenden Sträucher.
Oben auf der Passhöhe angekommen hat man einen 360-Grad-Blick. Im Süden das fruchtbare Little Karoo-Tal, im Norden die unendliche Weite der Großen Karoo.












Kurz nach dem Pass haben wir noch mal einen ganz kurzen Abstecher in Richtung Gamkaskloof gemacht, denn aus den Besuchen zuvor erinnerten wir uns an Proteen-Blütenpracht hier am Anfang der Straße.
Im Frühjahr gab es hier auch welche, aber nicht ganz so üppig und nicht so viele verschiedene Arten wie im Herbst. Im November werden die Reptilien durch die Wärme aktiv und die bunten Agamen machen den Steinen "Liegestütze".
Die Nordseite in Richtung Prince Albert besteht aus den berühmten Zick-Zack-Kehren durch tiefe Schluchten mit senkrecht gefalteten Gesteinsschichten.
Unten angekommen, kamen uns viele Menschen entgegen und einige Autos parkten am Rand der Straße. Am Wasser war eine Menge los, so viele Menschen hatten wir hier noch nie gesehen. Selbst das kleine Plateau oberhalb der Straße war zugeparkt. Was war los? Nichts, es war Samstag und somit ein ganz normales Wochenende und Ausflugstag für die lokale Bevölkerung.
Wenn das Licht tiefer fällt, werden die roten Felsen und das Karoo Gold so intensiv beleuchtet, dass die ganze Welt zu brennen scheint. Am Ausgang der Schlucht sahen wir dann noch zwei Klipspringer, die kleinen, trittsicheren Antilopen stehen oft wie Statuen auf den Felsvorsprüngen. Hier flohen sie vor dem ungewohnten Verkehr.















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