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RUSTENBERG

Einer unserer ersten Spitzen-Weißweine aus Südafrika war ein Rustenberg "Five Soldiers" aus dem Jahr 1999. Seitdem kaufen wir öfters mal Wein von Rustenberg, wenn wir in einem Supermarkt in den Niederlanden sind. Vor allem die dort angebotenen Rotweine wie den Bordeaux-Cuvée "John X. Merriman" von Rustenberg, die man bei uns nicht bekommt. Trotzdem waren wir bisher noch nie auf dem Weingut und das wollten wir im Jahr 2025 endlich ändern.

Von Franschhoek aus fuhren wir eine halbe Stunde, kamen zuerst durch den wenig attraktiven Vorort von Stellenbosch namens Idas Valley, in dem gerade ein kleineres Buschfeuer brannte. Der Wind trieb den Rauch aber in Richtung Meer. Dann zweigte eine Landstraße ab, die uns zum Eingang vom Weingut Rustenberg führte. Am Gate wurden wir dann wie üblich mit dem Einscannen der Steuerplakette an der Windschutzscheibe registriert. Das edle Landgut erstreckt sich über beeindruckende 880 Hektar am Fuße des markanten Simonsbergs in Stellenbosch. Vom Eingang zum Weingut bis zum Tasting Room in den Old Stables sind noch gut 2,5 Kilometer zu fahren, worbei an Weiden und historischen Gebäuden. Vor dem tasting room, der gut ausgeschildert ist, kann man dann unter Schattendächern parken. Hier stehen viele alte, hohe Bäume.

Seit 1682 bestehend, gehört Rustenberg zu den ältesten und schönsten Weingütern der Region. Über die Jahrhunderte wechselte das Gut mehrfach den Besitzer und wurde für unterschiedliche landwirtschaftliche Zwecke genutzt.

Ein Wendepunkt war das Jahr 1941, als Peter und Pamela Barlow das Gut Rustenberg und später auch das ehemals abgetrennte Gut Schoongezicht erwarben und wieder vereinten. Seit 1987 wird das Estate von Simon Barlow geführt, heute unterstützt durch die nächste Generation.

Bekannt ist es für seine wunderschöne, parkähnliche Landschaft und die erstklassigen Weine, insbesondere Rotweine im Bordeaux-Stil, der Chardonnay ist das Aushängeschild des Guts. Rustenberg ist seit 2004 National Heritage Site und die Abfüllungen finden im selben Keller seit 1892 statt, länger als in jedem anderen südafrikanische Weingut.

Bei Rustenberg trifft Tradition auf Moderne. Handverlesene, selektierte Trauben werden getrennt ausgebaut, um das Terroir zu betonen, wobei klassische Bordeaux-Stile und kräftige Chardonnays im Barrique reifen. Am Fuße des Simonsbergs gelegen profitieren die Weinberge von kühlen Winden des Benguelastroms und Beschattung, was elegante Weine ermöglicht, während die Frische eines Sauvignon Blancs durch Höhenlage über 550m und kühle Brisen bewahrt wird.

Das hübsche Rustenberg Manor House ziert die Etiketten der Weinflaschen. Das ikonischste Gebäude des Weinguts, dessen lange Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht und zum Nationalen Kulturerbe Südafrikas gehört.

Ein Alleinstellungsmerkmal von Rustenberg ist die aktive Rinderhaltung auf rund 200 Hektar Weideland. Man kann Red Angus Rinder sehen, die auf dem Estate grasen. Die Tiere sind integraler Bestandteil der gemischten Landwirtschaft und dienen u.a. der natürlichen Landschaftspflege. Zusätzlich betreibt Rustenberg Bienenhaltung, Forellenzucht in Farmteichen und engagierten Naturschutz mit Fynbos- und Wildtierkorridoren.








Der Schoongezicht Garten

Wir fuhren zuerst durch zum Tasting Room, wo wir ausgesprochen freundlich empfangen wurden. Leider wollten wir hier am letzten Tag unserer Reise weder etwas kaufen, noch eine Weinprobe machen. Rustenberg bietet keine klassische Hotelanlage, aber exklusive historische Unterkünfte auf dem Estate. Laut Auskunft des netten Herrn im Verkaufsraum sind die aber schon sehr, sehr weit vorab immer ausgebucht.

Er lud uns dann ein, den schönen Garten zu besichtigen und zeigte uns den Weg.

Es gibt hier den öffentlichen Schoongezicht-Garten und den privaten Rustenberg-Garten am Manor House, der aber nur wenige Tage im Jahr für Publikum geöffnet wird. Der Schoongezicht-Garten liegt neben dem kapholländischen Gehöft Schoongezicht aus dem Jahr 1814 und er ist während der Öffnungszeiten des Verkostungsraums für die Öffentlichkeit zugänglich.

Wir waren an einem Sonntag hier ganz alleine unterwegs. Hier findet man formale englische Gartenanlagen und ein ruhiges Gartenlabyrinth mit einem einzigen Weg zur Mitte, wie man es aus alten europäischen Klöstern kennt.

Dieser Garten ist ein bisschen wild mit vielen schönen Ecken, einem Seerosenteich, vielen verschiedenen Blickwinkeln und Bänken zum Ausruhen unter alten Eichen. Die charmante Pergola, die ursprünglich in den 1890er Jahren von John X. Merriman erbaut wurde, bietet Kletterrosen, Clematis und anderen Kletterpflanzen Halt. Ein kleines Paradies zum Entspannen. Der Garten ist ein eigenständiger Besuchsgrund und macht Rustenberg besonders attraktiv für Gartenliebhaber, nicht nur für Weininteressierte.










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