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ALLGEMEINES

Die Packliste für Marokko unterscheidet sich nicht Wesentlich von der für andere Reiseziele. Man sollte auf jeden Fall Kleidung aus Naturmaterialien mitnehmen. Dsa man sehr viel schwitzt, sollte diese schnell waschbar und knitterfrei sein. Hübsch machen muss man sich nicht außerhalb der Städte, in den Lodges reicht ein bequemer Freizeitlook. Die meisten Touristen tragen Outdoor-Outfits bekannter Hersteller.

Folgende Dinge sollten ebenfalls auf keinen Fall bei einer Reise nach Marokko fehlen: eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, am besten 50. Dazu eine gute Sonnenbrille und eine luftige Kopfbedeckung, die man natürlich auch gut vor Ort kaufen kann. Die Sonne ist auch hier nicht zu unterschätzen. Ein nasses kleines Handtuch im Nacken macht Wanderungen erträglicher. Eine bequeme Tragemöglichkeit für Trinkflaschen ist ebenfalls wichtig.

Je nach Jahreszeit sollte auch ein Regenschutz und auch an warmer Kleidung nicht fehlen. Es gibt im Frühjahr und Herbst hier durchaus plötzlich einbrechende Kaltfronten und auch in der Wüste kann man stark wechselnde Temperaturen zwischen Tag und Nacht erleben. Wir hatten Ende Oktober ein Gewitter mit Kälteeinbruch und Schnee auf den Bergen des Hohen Atlas.

Viele junge Leute, die einige Tage vorher in Wüstencamps übernachtet hatten, sassen uns dann irgendwo schniefend im Sommerkleid gegenüber mit einer fetten Erlältung.

Unbedingt ins Gepäck gehört auf jeden Fall auch eine leistungsstarke Taschenlampe, am besten eine, die man wieder aufladen kann. Die meisten Hotels sind zwar beleuchtet, aber es gibt immer mal wieder schummrige Ecken und Treppen ohne Licht. Eine Blaulicht-Lampe für die Skoprpionsuche ist auch eine gute Idee, bei unserem Besuch im Herbst hatten die sich aber schon weitgehend zur Winterstarre verkrochen. Wir haben leider keinen einzigen gesehen.

Die offizielle Währung der Marokkanische Dirham (MAD). Banknoten sind in den Werten 20, 50, 100 und 200 Dirham erhältlich. Münzen gibt es in Stückelungen von 1, 2, 5 und 10 Dirham sowie 10, 20 und 50 Centimes, ein 50 Centimes-Stück war aber die kleinste Münze, die wir zu Gesicht bekamen. Wechseln kann man in Banken oder bei Wechselstuben, ATMs sind in Städten und größeren Ortschaften weit verbreitet und akzeptieren internationale Kredit- und Debitkarten. Dabei wie überall auf der Welt auf Gebühren und Kurse achten, die schwankten zwischen 30 und 50 MAD pro Abhebung. Also immer den Maximalbetrag von 2000 MAD abheben! Wechselkurs und Gebühren am Automaten und Bargeld-Tausch im Flughafen kamen etwa auf das Gleiche hinaus.

Aufgrund der niedrigeren Lebenshaltungskosten in Marokko sind viele Dienstleister und Händler auf das Trinkgeld von Touristen und Kunden angewiesen. Man sollte immer kleine Scheine dabei haben, wobei sehr geringe Beträge oder Trinkgeld in vielen kleinen Münzen als unhöflich empfunden werden. Es ist, wie überall auf der Welt, ein Zeichen der Wertschätzung für einen gut erbrachten Service. Dabei ist man hier - im Gegensatz zu den U.S.A - günstig dabei.

Niedrigere Rechnungen sollte man einfach auf die nächste volle Summe aufrunden. Die Hotels haben meist eine zentrale Box an der Rezeption. So bekommen alle vom Management bis zum Küchen- und Reinigungspersonal ihren Anteil. In der Regel sind Beträge von 100-200 MAD für einen Aufenthalt von zwei bis drei Nächten angemessen.

In den größeren Städten begegnet man immer wieder mal Bettlern, und damit meine ich jetzt nicht aufdringliche Kinder. Manchmal sitzen Frauen auf der Erde neben einem Laden und "verkaufen" ein Packung Taschentücher. Andere Bettler sitzen in den Souks oder an Plätzen in einer stille Ecke oder laufen am Straßencafé vorbei, und bei Älteren und Gebrechlichen sieht man ihnen ihre Not schon an. Wir haben einige Male gesehen, wie Einheimische den Bedürftigen etwas gegeben haben, auch die Wohltätigkeit gehört fest zur Kultur. Folglich hatte Michael immer ein paar Dirham-Münzen in der Hosentasche, um in einigen Fällen auch etwas geben zu können.

Marokko ist ein sprachlich vielfältiges Land mit einer reichen kulturellen und historischen Grundlage. Es gibt mehrere Sprachen, die in Marokko gesprochen werden: Klassisches Arabisch ist die offizielle Sprache des Landes gemäß der marokkanischen Verfassung. Verwendet in religiösen, juristischen und administrativen Kontexten und Basis für schriftliche Kommunikation und Schulbildung.

Darija (Marokkanisches Arabisch) ist die meistgesprochene Sprache im täglichen Leben. Sie verbindet mit verschiedenen Dialekten arabische, berberische, französische, spanische und osmanische Einflüsse. De-facto zweite Amtssprache des Landes, insbesondere in Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Bildung, ist Französisch. Ein Relikt der französischen Kolonialzeit (Protektorat von 1912 bis 1956). Verbreitet im Norden Marokkos ist Spanisch, aufgrund des spanischen Einflusses während der Kolonialzeit. Wachsende Popularität, insbesondere unter der jüngeren Generation hat Englisch, damit kommt man überall durch.

Berbersprachen (Amazigh) sind die Ursprache der indigenen Bevölkerung Marokkos und spielen eine wichtige kulturelle Rolle. Seit 2011 ist es als offizielle Sprache neben Arabisch anerkannt, die Tifinagh-Schrift sieht man auch auf dreisprachigen Wegweisern und Schildern. Sehr lustig: Im Hafen von Essauoira gab es für die Fischer und Hafenarbeiter auf zweisprachige Schilder mit Vorschriften nur in Arabisch und Amazigh - die waren nicht für Touristen gedacht.








Handeln und Souvenirs

Man kann sehr viel in Marokko kaufen, aber leider nicht alles mitnehmen. Das ist für die Händler aber gar kein Problem, es ist keine gute Idee sich mit dem begrenzten Platzangebot im Koffer herauszureden. "We ship" ist dann die schnelle Antwort.

So wunderschön wir all die Keramik, die Tajine, die Teppiche, die dicken Troddeln am Vorhang und die bunten Kissen fanden: Bei uns zu Hause passt das alles vom Stil her gar nicht rein. So haben wir nur ein nettes kleines Steinkästchen und einen Teller mit versteinerten Orthoceras während der Rundreise gekauft.

Eher zugeschlagen haben wir bei den Gewürzen, vor allem beim Safran, Ras-El-Harnout und Kurkuma frisch gemahlen, Süssholzstangen und Royal Tea der Berber mit Gewürzen und Rosenknospen. Auch wenn man frische Oliven mag, die schwarze Tapenade ist hier besonders gut. Eingelegte Zitronen und andere Lebensmittel können wir auch im Marokko-Shop in Köln kaufen. Safran in sehr guter Qualität gibt es ebenfalls, hier hängen noch oft die 3 Blütenfäden aneinander. Der beste Safran kommt aus den Kooperativen der Region rund um Taliouine, genauer gesagt in der Region zwischen Aoulouz, Taliouine und Tazenakht. Da sind wir blöderweise daran vorbeigefahren, weil es geregnet hat an diesem Tag und haben erst später davon erfahren.

Man sollte sich beim Kauf auf seine Nase verlassen, viele Händler haben muffigen Safran im Angebot, der wohl schon lange lagert. Guter, roter Safran riecht wunderbar und ich habe bei verschiedenen Händlern zwischen 45 und 55 MAD für 1 Gramm bezahlt - alles Verhandlungssache.

Beliebt ist auch Argan-Öl, ich meine das Kosmetische mit seinen vielen Vorzügen. Die Preise sind sehr unterschiedlich, ich habe im verschiedenen großen Supermärkten für 100 ml Bio-Arganöl gut 10 Euro bezahlt, während in sehr touristischen Plätzen dafür auch schon mal das vierfache verlangt wird.

Handeln gehört zur Kultur beim Einkauf und nicht nur üblich, sondern wird auch oft erwartet. In fast jedem Reiseführer wird darauf hingewiesen, dass es sich bei den angeschriebenen Preisen nie um den Endpreis handelt, sondern dass man den Verkäufer um mindestens 25 Prozent drücken kann.

Man sollte sich vorab über realistische Preise erkundigen, bei Einheimischen oder im örtlichen Supermarkt. Dies kann helfen, besser einzuschätzen, ob der angebotene Preis fair ist. Dann auf Augenhöhe handeln, aber nicht wegen jedem Dirham bis ins Letzte und auch mal was drauflegen.

Lächeln und höfliches, aber selbstbewusstes Verhandeln ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Man kann auch mal mit einem Augenzwinkern wissentlich ein bisschen zu viel bezahlen, meist handelt es sich ja eh um kleine Euro oder sogar nur Cent-Beträge, die wir kaum spüren.

Oft wird man bei Interesse in den Laden gebeten und bekommt erst einmal einen Tee serviert. So sitzt man oft schon oft im Netz der Verkäufer-Spinne, die nur dein Bestes will: Dein Geld. Hat man sich für einen Artikel entschieden - auch wenn man versucht das zu verbergen, was meist misslingt - dann haben Verkäufer und potentielle Kunden ein besonders Verhältnis: Jeder weiß, dass er vom anderen schelmisch belogen wird, dabei wird freundlich gelächelt und jederzeit mit abruptem Abschied kokettiert. Einmal aus dem Laden raus und der Händler kommt hinterher, wenn er noch am Geschäft interessiert ist.

Wir haben meist nur von der verlangten Gesamtsumme nach unten abgerundet, quasi 10 bis 15% Rabatt, damit waren alle glücklich. Wir konnten aber auch beobachten, dass z.B. bei den Gewürzen das gemessene Gewicht vor der Eingabe in den Taschenrechner zu unserem Vorteil nach unten abgerundet wurde.




Mobiles

Wenn man nach Marokko reist und dort ein Mobiltelefon nutzen möchte, ist es ratsam direkt am Flughafen eine örtliche Sim-Karte zu kaufen. Es gibt mehrere Mobilfunkanbieter in Marokko, und die drei größten haben in der Ankunftshalle ihren Stand direkt nebeneinander.

AM (Inwi)ist einer der größten Anbieter in Marokko, bekannt für gute Netzabdeckung und Preis-Leistungs-Verhältnis. Orange Maroc bietet ein gutes Netz und verschiedene Tarife an, einschließlich solcher für Touristen. Maroc Telecom ist eine weitere Alternative und hat hat die größte Netzabdeckung. Überall im Land sieht man auf einsamen Bergen oder Hügeln meist drei Antennenmasten, die mittlerweile oft Solarbetrieben werden und über Nacht mit Akku laufen. So spart man die Stomleitung zum einsam gelegenen Antennenstandort und es gibt eine gute Abdeckung auch in dünn besiedelten Gegenden.

Wir haben einen Mobilen 4G/LTE-WLAN-Router von TP Link mit, da kommt die SIM-Karte rein und wir können mit drei Geräten surfen. Der 2000mAh-Akku liefert Energie für bis zu 8 Stunden netzunabhängigen Betrieb. Internet ist an vielen Orten mit höherer Geschwindigkeit(4G/LTE) möglich

Gekauft haben wir eine SIM-Karte, mit der man ausschließlich ins Internet (carte internet prepaye) gehen kann. Bezahlt haben wir für 200 MAD für 10 GB, nach einem Monat hat sie trotz Restkapazität nicht mehr funktioniert, weil wir nichts nachgeladen hatten. Die Tarife sind immer eine Kombination für Datenvolumen und Nutzungsdauer. Im Hotel in Marrakesch haben wir für 10 MAD ein kleines Kontingent nachgekauft, dann lief es wieder.

In den Hotels gibt es meist ein kostenloses WLAN und auch in Geschäften und Restaurants kann man nach dem Passwort fragen. Wenn es mal auf dem Zimmer nicht so schnell ging, dann haben wir einfach unseren TP-Links angemacht und konnten lossurfen. Auch unterwegs im Auto war das sehr praktisch. Das Beste ist die Internet-Verbindung für Google-Maps, wenn man zu Fuß unterwegs ist, das Fußgänger-Routing funktiniert ha nicht mit Offline-Karten. Einfach den Mobilen Router in die Einkaufstasche und man hat überall Verbindung.






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