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AUSFLÜGE

Wie schon auf der Seite der Unterkunft Casa Tanamera dargestellt waren wir hier in der Gegend ziemlich faul. Noch hatten wir uns nicht dem Klima angepasst und sind wir nur ein paar Mal am Morgen und am späten Nachmittag etwas herum gefahren, um die Umgebung auf dem Festland etwas kennen zu lernen. Dann waren es nur 31°C, was bei der Luftfeuchtigkeit gefühlt 39°C erntspricht. Auf eine Bootstour über die heissen Mittagsstunden haben wir verzichtet, vielleicht dann mal beim einem nächsten Besuch.

Der Ort Boca Chica ist noch ein kleines Fischerdorf an der Pazifikküste in der Provinz Chiriquí. Aber das wird sich sicher in nährer Zukunft ändern, denn die Umgebung ist Dank einer hervorragend asphaltierten Straße jetzt wunderbar angeschlossen. Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Enrique Malek in David, er liegt 62 km von der Unterkunft Casa Tanamera entfernt. Auch zum Großeinkauf fährt man von hier in einer Stunde in die Bezirkshauptstadt David, in der es auch ein Krankenhaus gibt. Gleich drei Mini-Superetten mit einer kleinen Auswahl der nötigsten Dinge findet sich im nächsten Ort Horconcitos 14 km in Richtung Panamericana, wenn man etwas vergessen haben sollte. In dem winzigen Mercadito in Boca Chica selbst reicht es wohl nur für eine Dose Thunfisch, Ketchup und Bohnen, dazu ein paar Kekse und Kokosmilch - viel mehr gibt das Foto in Google-Maps nicht her.

So ist die Region stark im Fokus von Auswanderern, die sich hier Häuser bauen. Noch ist die Anzahl der Unterkünfte überschaubar, meist sind sie ziemlich hochpreisig.

Hier fühlen sich vor allem Angler, Taucher und Schnorchler wohl und Leute, die gerne mit dem Boot fahren. Die Region ist ein Hotspot für Hochseefischen, besonders für Thunfisch, Marlin und Dorade, wobei man einige Fischarten nach dem Fang wieder freilassen muss.

Vom Hafen in Boca Chica aus erreicht man die vorgelagerten wunderschönen Inseln wie Isla Bolaños, Isla Parida oder Isla Gamez. Auf der größeren Isla Boca Brava befinden sich ebefalls einige Unterkünfte. Die Strände dort sind ideal zum Entspannen und Schnorcheln, meist menschenleer und bieten karibikähnliche Kulissen. Die Gewässer um Boca Chica sind reich an Meeresleben, darunter Meeresschildkröten, Rochen und bunte Rifffische.

Man kann hier Boote mieten und die Bootstouren zu den Korallenriffen rund um Isla Secas oder Isla Ladrones sind besonders beliebt. In der Saison kommen Buckelwale auf ihrer Wanderung hier vorbei, um in die warmen Gewässer zu Kalben.

Beim ersten Ausflug sind wir in den Ort gefahren, hier gibt es nur wenige Hotels und Restaurants. Aber es werden überall, wo es möglich ist, 5 Dollar für einen Parkplatz verlangt. Angeblich wird mit dem Geld der Müll vom Strand eingesammelt, wir hatten aber gar keine Lust, den doch eher uninteressanten Ort zu besuchen, wir sind gleich zum etwas abseits gelegenen kleinen Restaurant namens "La Promesa" zum Mittgessen gefahren und haben ohne Gebühren direkt davor geparkt.

Das kleine, offene Restaurant ist sehr nett eingerichtet und picobello und wird von einer Dame alleine betrieben, die serviert und kocht. Es ist zum Frühstück und dann bis 15:00 Uhr geöffnet und bietet seine eher fischlastige Speisekarte auf einer Tafel an. Auf Wunsch und nach Voranmeldung wird für Gruppen auch am Abend geöffnet.

Das Essen ist frisch zubereitet, wir fanden die Preise aber ziemlich hoch. 18 Dollar hat Michael für etwas Gemüsereis mit 3 (!) mittelgroßen Garnelen bezahlt. Ich hatte Thunfisch mit Patacones, die waren wirklich sehr lecker und diese Kombi hat 12 Dollar gekostet. Dazu haben wir frischen Ananassaft getrunken.








Grüne Hügel

Mit dem Auto sind wir die neu gemachten und guten Straßen in der Umgebung etwas abgefahren, die Region im Hinterland ist eine ländliche Gegend mit Viehzucht und sanften grünen Hügeln. In Horconcitos, einem kleinen Dorf auf halber Strecke von David, gibt es einfache lokale Restaurants mit typisch panamaischem Essen. Kurz vor Boca Chica gibt es einige Stellen entlang der Strecke, von wo aus man schon das Meer sehen kann. Den Tank sollte man aber auf jeden Fall vorher vollmachen, da es in Boca Chica keine Tankstelle gibt, die nächste liegt in San Lorenzo an der Panamericana und ist 24 km entfernt.

Die Region ist ein Paradies für Vogelbeobachter und Naturliebhaber. Mit etwas Glück kann man hier Brüllaffen, Leguane und eine Vielzahl von Vogelarten entdecken. Wir sind in Richtung Halbinsel Punta Chucecal gefahren und haben hier vom Berg aus einige Brüllaffen-Gruppen in der dicht bewaldeten Flußniederung gehört, leider keinen davon gesehen. Die Halbinsel ist über eine gute Straße erreichbar, die durch malerische Landschaft mit Ausblicken führt. Die letzte Strecke kann kurvig und hügelig sein, bietet jedoch beeindruckende Ausblicke auf die Küste.

Am Ende einer dort abzweigenden Gravel Road liegt das schöne Hotel El Regalo Resort, das ich auch im Auge hatte. Sicher eine gute Wahl, wenn man ein Hotel mit Mahlzeiten möchte.

Im Wald davor waren einige Brüllaffen-Gruppen im dichten Grün unterwegs. Wir wären hier gerne abgebogen, aber die Straße hier ist privat und darf nur von den Hotelgästen oder Anwohnern befahren werden.

Leider hatten wir in diesem Urlaub nur einen Kia Sportage und kein Allrad, so kamen wir nicht sehr weit. Mit Allrad wäre es kein Problem gewesen, auch jenseits der asphaltierten Strecke ein Stück weiter an abgelegene Strände zu kommen, die naturnah zum Schwimmen, Schnorcheln und Entspannen einladen.

Es gibt einige Wanderweghe in der Region, aber das ungewohnte Klima hat uns fertig gemacht und zum Wandern hatten wir wenig Lust. Einen der angezeigten Wege haben wir angefangen, er führt von der Zufahrt nach Boca Chica hinunter zum Reel Inn Panama Sport Fishing Charters. Aber er war sehr steil und rutschig, nach einer Weile waren wir nass wie unter der Dusche und haben aufgegeben. Wie üblich zogen auch hier lokale Wanderer und Jogger an uns vorbei, aber wir kennen unsere Grenzen.

Für Leute mit etwas mehr Kondition soll der ca. 5 km lange Weg zur schönen Playa Grande sehr zu empfehlen sein. Die Playa Grande ist unberührt, es gibt keine Infrastruktur, nur die Natur. Mit dem Auto erreicht man diesen Strand nicht und der der Weg dorthin über Land vorbei an der Finca Hermanos Tejeira ist lang. Wenn das Navi für 5 km Strecke 1,5 Stunden oneway angibt, so kann man sich die Steigungen und schlechte Wegstrecken schon vorstellen. Man kann Playa Grande aber auch per Boot oder Wassertaxi erreichen.










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