| Weltreisen | Panama | Boca Chica | Site-Map | HOME |
| Leben bei Ebbe |
Die Playa Hermosa befindet sich am Pazifischer Ozean und belegt den 11. Platz unter den 18 Stränden der Chiriqui Region. Es ist der Hausstrand der Community von Lobster Cove, in der sich auch unsere Unterkunft, die Casa Tanamera befindet. Von hier aus aus sind wir schnell in 5 Gehminuten an der Treppe angelangt, die bergab zum Strand führt. Dort ist einr Tür im Zaun, die immer abgeschlossen wird, damit niemand vom Öffentlichen Strand aus hoch zu den privaten Grundstücken kommt.
Die Playa Hermosa ist 700 Meter lang und mit beigem Sand bedeckt. Rechts und Links sind Felsen und Mangroven. Der ebenfalls meist sandige Meeresboden fällt hier ganz allmählich ab. Wasserschuhe sind hier nicht erforderlich, nur die Lage einiger weniger Felsbrocken sollte man sich bei Niedrigwasser merken, damit man bei Flut nicht dagegen läuft. Bei Ebbe muss man ziemlich weit raus laufen, um Baden zu können. Es ist ein reiner Naturstrand ohne Annehmlichkeiten wie Toiletten, Kiosk oder sonstiges, ein kleiner Bach fließt an einer Seite ins Meer und bildet eine kleine Lagune.
Die Playa Hermosa ist über eine gute Zufahrt einfach auch mit dem normalen Auto zugänglich und das flache, sehr warme Wasser eignet sich gut für Familien mit Kindern. Das merkt man vor allem am Wochenende, dann kommen panameische Familien mit Kind und Kegel mit den Autos her und parken auf dem Grünstreifen zwischen Lagune und Sandstrand. Dort wird dann gegrillt und die Umgebung auch gerne aus dem mitgebrachten Lautsprecher mit Musik beschallt, die man selbst oben in den Häusern hört. Leider waren wir übers Wochenende hier und zählten ein Duzend Autos am Strand, einige haben hier auch übernachtet.
Viel schöner war es natürlich in der Woche, wenn hier viel weniger los ist. Wer es noch einsamer mag, der muss auf die schwer zu erreichenden Nachbarstrände ausweichen oder sich mit dem Boot auf eine der vorhgelagerten Inseln übersetzen lassen.
Auf Grund der schwülen Hitze und Sonneneinstrahlung waren wir nur am Morgen und am späten Nachmittag zum Sonnenuntergang am Strand. Am Morgen war es am schönsten, dann trifft man hier meist nur vereinzelte Spaziergänger mit und ohne Hund, die in den Villen der Umgebung wohnen oder hier Urlaub machen.
Am Nachmittag ist das Licht sehr schön, mit etwas Glück erwischt man auch einen besseren Sonnenuntergang. Wir hatten leider am Abend oft Wolkenbänke am Horizont. Dummerweise erwischten uns dann auf dem Weg nach Hause einige stechende Viecher, deren Stiche noch Wochen nach dem Urlaub sichtbar waren - Mückenspray ist am Abend Pflicht.
Bei Ebbe ist der Strand schön und wir konnten schon von oben vom Pool aus die Vögel unten am Strand sitzen sehen. Hier trifft man auf verschiedene Möwenarten wie Lachmöwen (Leucophaeus atricilla), erkennbar an ihrem schwarzen Kopf und dem charakteristischen lachenden Ruf. Auch Franklinmöwe (Leucophaeus pipixcan), Schwarzkopfmöwe (Chroicocephalus ridibundus) und Küstenseeschwalben (Sterna hirundo) trifft man hier.
Vor allem die Stelle, an der ein schmaler Süsswasser-Bach ins Meer mündet ist beliebt bei den Vögeln. Hier konnte ich schöne Fotos machen, sie waren wenig scheu und an Besucher gewöhnt.
Ab und zu fliegt auch mal eine Gruppe Brauner Pelikane (Pelecanus occidentalis) in Küstennähe über das Meer.
Doch nicht nur der Himmel lohnt eine nähere Betrachtung, auch der Sand unter den Füßen wimmelt von Leben. Hier laufen einige Krebse herum und in den kleinen Pools im felsigen Bereich schwimmen Fische, die sich bei Annäherung schnell im Sand eingraben oder unter Steine fliehen.
Unsere Lieblinge waren die vielen Einsiedlerkrebse, faszinierende Krebstiere, die sich dadurch auszeichnen, dass sie zum Schutz ihres weichen Hinterleibs leere Schneckenhäuser bewohnen. Sie wuseln meist an der Kante zwischen trockenem Sand und Flutgrenze herum. Wenn sie wachsen, suchen sie größere Schneckenhäuser, teilweise gibt es regelrechte "Tauschbörsen" unter den Krebsen. Einsiedlerkrebse sind wichtige Recyclinghelfer in diesen Ökosystemen, da sie Aas und Abfälle fressen und so zur Reinigung der Küsten beitragen.
Google Map zum Thema
| Weltreisen | Panama | Boca Chica | HOME |
| Datenschutz | Impressum |