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Auf der Suche nach einer etwas luxuriöseren Unterkunft in Boquete kommt man an der Villa Alejandro Boutique Hotel Collection kaum noch vorbei. Neben der Stammunterkunft gibt es inzwischen noch fünf weitere Übernachtungsmöglichkeiten, die über den Ort verteilt sind.
Das Coffee Estate Inn hatte uns 2019 gut gefallen, doch auch hier waren die Preise gestiegen und es war zu weit vom Ort entfernt, um fußläufig die Restaurants zu erreichen. So entdeckten wir etwas weiter unterhalb an der Straße am Fluss das La Residence by Villa Alejandro. Ein elegantes Boutique-Hotel mit modernen Zimmern und Suiten, nur etwa 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt.
Die Lage ist ideal, es gibt einen schönen, kleinen Garten und einer Auswahl an Zimmern. Natürlich haben wir uns auf Anhieb in die großzügige Suite Bella Vista verliebt und und diese dann auch gegönnt.
Das Haus bietet eine Mischung aus modernem Luxus und traditioneller Eleganz, viel Glas und viel Platz. Schnelles Glasfaser-WLAN ist ebenso selbstverständlich. Es gibt einige Kooperationen mit Bars, Restaurants und Fitnessanbietern im Ort. Dort bekommt man Prozente, das haben wir aber nicht genutzt.
Es gibt hier einen Concierge-Service, für Unterstützung bei der Planung von Touren, Restaurantreservierungen und Spa-Arrangements. Für etwas anderes waren die leider nicht zu brauchen. Entsprechend dem Luxus des Hauses hatten wir auch einen etwas netteren Check-In erwartet.
Zuerst schleppten wir unsere Koffer vom Auto alleine die Treppen hoch. Dann wurden wir drinnen von zwei Leuten empfangen und begrüsst. Zuerst mussten wir alle Anmeldungen selbst ausfüllen, dann wurden wir gemaßregelt, weil wir unsere Schuhe noch anhatten. Im Zimmer wären Pantoffeln, die man bitte im Haus anzuziehen hätte. Blöd nur, dass wir noch gar nicht oben waren. Es gab ziemlich viele Hausregeln, die zum Start erstmal durchgelesen und unterschrieben werden mussten.
Dann ging jemand vor die schöne Holztreppe zur Zimmertür in der ersten Etage hinauf, wir auf Strümpfen hinterher. Das Zimmer wurde aufgeschlossen, das war es. Kein Drink zur Begrüssung, das Zimmer wurde nicht gezeigt und auch nicht erklärt wofür die 4 Fernbedienungen unter dem Fenseher waren.
Es gibt im Haus einen Spa-Bereich mit Massagen, die von der renommierten Masseurin Fatima angeboten werden. Alle Gäste können den riesigen Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss, eine Gemeinschaftsküche mit mehreren Kaffeemaschinen (hier war die Spülschschine kaputt) und den Gartenbereich mit einigen Sitzmöglichkeiten nutzen. Morgens ist kein direkter Ansprechpartner da, sondern nur das Reinigungspersonal. Die Rezeptionistin arbeitet ab 15:00 Uhr bis 22:00 Uhr im zentralen Wohnraum, was für ein etwas komisches Ambiente sorgt. Wir hatten schon bei Ankunft beschlossen, die Concierge weitgehend zu ignorieren.
Aber auf dem Glas-Vordach lag bei Ankunft ein toter Vogel, den wir auch vom Zimmer aus sahen. Das Hauskeeping hat ihn beim Verlassen ebenfalls gesehen und sich darüber unterhalten. Nach einem Tag haben wir dann darauf aufmerksam gemacht, mit der Bitte ihn zu entfernen: Man würde sich kümmern. Obwohl der Gärtner mit Leiter und Wasserschlauch vor Ort war lag der tote Vogel etwas verottet auch am Tag unserer Abreise immer noch zerfleddert oben auf dem Glas. Aber er hatte wenigstens keine Schuhe an.
Aber gut WhatsApp schreiben mit vielen Emojis, das konnten sie hier. So bekam man Anfragen, wie einem der Check-In gefallen hat. Na, was sollten wir sagen? Dann kam dauernd Werbung für andere Unterkünfte der Gruppe, was soll man damit? Und die Ankündigung, in welcher Zeit unser Zimmer gemacht werden sollte.
Das "The Residence" befindet sich in der Av. Buenos Aires in Bajo Boquete, von hier aus ist man fußläufig in ca. 20 Minuten über die Brücke im Ortszentrum. Bis zur Haltestelle der Überlandbusse sind es 1,5km, ein Taxi in die Stadt kostet 3-4 Dollar.
Direkt neben dem Hotel fließt der kleine Fluss "La Sumbona" und es gibt einen Brunnen mit einem kaskadenartigen Wasserfall auf der Terrasse, der immer fotografiert wird. Leider war er bei unserem Besuch trocken, ich kann leider keine Kaskade auf Bildern zeigen.
Parkplätze sind hier direkt vor der Tür und kostenlos. Allerdings muss man sein Gepäck bei eigentlich allen Unterkünfte auf dem Grundstück mindestens ein paar Stufen hochschleppen - bei zwei der Casitas haben wir den Eingang nicht sehen können.
Im Residence by Villa Alejandro hat man die Auswahl: es gibt drei Zimmer, drei Casitas im Garten mit eigenem Eingang und drei Suites namens Juliette, Pieter Fisher Suite und Suite Bella Vista, bei der die ganze Giebelfront verglast ist.
Die Suite Bella Vista hatten wir für 5 Nächte gemietet, wie der Name sagt hat man aus der oberen Etage direkte Aussicht auf den Vulkan Barú, oben auf dem Foto ist die Sicht aus unserem Fenster.
Hier wohnt auf 80 m², das Zimmer verfügt über ein Kingsize-Bett, Laminatböden, ein großes Smart-TV einschließlich aller Kabelprogramme aus Mittel-/Südamerika, den USA und Kanada, Netflix und Spotify. Das nutzte uns nicht so viel, denn auf dem Bildschirm gab es 9 hellere Flecken durch defekte Backlight-Ansteuerung, die schon störend waren. Es gibt sehr gut funktierende Klimaanlagen, die man hier wegen der Sonneneinstrahlung auch dringend braucht.
Im Hauptraum befindet sich ein Arbeitsbereich, ein Ruhesessel und das riesige Kingsize Bett. Hier haben wir wirklich wunderbar auf tollen orthopädischen Matratzen geschlafen.
Hinter dem Schlafraum liegt neben dem Bad ein begehbarer Kleiderschrank, der hat so viele Schubladen und Schränke wie man niemals braucht. Selbst mit zwei vollen Koffern für 5 Wochen Urlaub war das Ganze etwas überdimesioniert. Dafür gab es endlich mal genug Bügel und einen Safe. Die Möbel sahen toll aus, aber die Qualität der Beschläge oder der Montage zeigte hier und da schon einige Schwächen.
Direkt dabenen liegt das Bad mit hochwertiger Ausstattung, Bademänteln, Föhn, weichen Handtüchern und interessanten Fliesen. Es gibt viel indirektes Licht und hier wurden sogar die Schalter und Steckdosen in der Farbe der Fliesen bemalt.
Etwas blöd war die Glastür zur Toilette, die war durchsichtig und somit wenig effektiv, dafür war sie im Weg. Denn geöffnet verdeckte sie eines von zwei Waschbecken. Die Dusche war riesig und angenehm, mit einem eigenen Fenster zum Lüften.
Offen vor dem Schlafraum liegt noch eine Art Wintergarten mit Küchenzeile an einer Seite. In der kleinen Küche mit Doppelkochplatte und Microwelle lässt einigermaßen kochen, es reicht für Frühstück und einfache Gerichte. Sonst muss man runter gehen in die große Küche. Dort holten wir uns erst mal zwei gleichgroße Weingläser, weil es oben nur eins für Rotwein und eins für Weißwein gab. Bis wir die Lichtschalter für die Beleuchtung in der Küche gefunden hatten hat es auch etwas gedauert, die waren im Schlafraum hinter dem Verdunkelungsvorhang versteckt.
Die bodentiefen Fenster auf der Südwestseite waren getönt und einige Elemente konnte man zur Seite schieben und die Öffnungen dann mit ebenso verschiebbaren Fliegengittern wieder abdecken. So konnten wir bei offenem Fenster auf den zwei gemütlichen Sesseln sitzen. Hier schien am Nachmittag zwar die Sonne herein, doch es gab zumindest für die unter Hälfte der Fensterfront elektrisch bewegte Beschattung an jedem Fenster.
Am Abend, wenn man schlafen wollte, gab es einen ebenfalls elektrisch zu bewegenden lichtdichten Vorgang, der den Wintergarten vom Schlafraum trennte. Den haben wir auch zu gemacht, wenn wir am Nachmittag unterwegs waren und die Sonne auf die Fensterfront schien. Nachts brannte draussen das Licht, und mit Vorhang war der Schlafraum dann dunkel. Dafür musste man aber erstmal herausfinden, welche Fernbedienung wofür funktionierte: 2 x Klimaanlage, Fernseher, Fensterabdunklung oder Vorhang.
Nach drei Tagen wurde das Zimmer geputzt und Bettwäsche und Handtücher gewechselt. Das konnte man auch erfragen, falls man zwischendurch etwas benötigte. Nach dem Besuch wurden wir vom blumigem Raumspray umgehauen, so dass wir erst mal ausgiebig lüften mussten.
Die Auswahl an Restaurants für ein Abendessen oder Mittagessen ist riesig, dazu kommen noch Cafés. Auch die Art und Zahl der Geschäfte hat sich nach unserem ersten Besuch 2019 verändert. Vor allem hochpreisige Anbieter sind hinzu gekommen. Shops, die den örtlichen Kaffee oder Kakao vermakten zum Beispiel, so wie Kotoma Victoroa Chocolate Café. Hier kann man einzelne Pralinen kaufen oder 225 Gramm Kakao für 7 Dollar.
Für uns neu im Ort war auch eine Filiale von Felipe Motta. Die Einzelhandelskette ist ein Familienunternehmen aus Panama, das 1958 von Don Felipe Motta Cardoze und seiner Ehefrau Doña Delia García de Paredes gegründet wurde. Das Unternehmen ist eine der größten Vertriebsfirmen für Weine, Spirituosen und Lebensmittel in Panama und betreibt über zehn "Felipe Motta Wine Stores & Deli". Hier gibt es tolle, hochwertige Weine und wir haben uns auf die Argentinier gestürzt, die wir in Deutschland so gut wie gar nicht bekommen. Ausserdem gibt es hier auch italienische Feinkost wie Pesto, Nudeln etc. und viele, recht teure Lebensmittel für die örtlichen Expats. Die hier gekaufte abgepackte Edel-Salami war erstklassig und günstiger als im Rey, auch Käse und Weißbrot machten einen guten Eindruck.
Da wir in unserer Unterkunft eine schöne Küche mit Aussicht hatten haben wir am Abend ein paar Mal zu Hause gegessen. Egal ob frisches Brot aus der Bäckerei Sugar & Spice mit Käse und einem guten Malbec, leckeres Sushi mit Weißwein, das wir im Bluefin Japanese Cuisine geholt hatten oder einfach Nudeln mit Pesto und Tomaten von Felipe Motta.
Es gab sogar einen Mixer/Eiscrusher in der Küche, damit machten wir mit Begeisterung frischen Ananassaft und holten uns gefrorene Erdbeeren für Milchshakes und Erdbeereis. Lecker.
In welchen Restaurants wir dann noch zusätzlich am Mittag oder am Abend waren, das erfahrt Ihr auf der Seite Kulinarisches im Ort Bajo Boquete.
Schöne Suite in sehr guter Lage mit viel Luxus. Schön oben im Zimmer bleiben und den restlichen Bohai ignorieren.
Hier ist ein Link zur Residence by Villa Alejandro.
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