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| Karoo Souk |

Dieses Mal sind wir endlich auch mal über den Koppie trail gelaufen, der vorbei an 100 verschiedenen Pflanzenarten der Karoo führt und an der Bergsig Street oberhalb der Hauptstrasse startet. Irgendwie hatten wir es bisher nie hinauf auf den Hügel geschafft, wenn wir im Ort waren. Dieses Jahr wurden wir von Marina und Hans zum Frühstück eingeladen, an einen ganz besonderen Ort den ich weiter unten beschreibe. So machten wir uns, am letzten Tag des Aufenthalts, am Morgen zusammen mit Hans auf den Weg. So konnten wir das leider nicht zu anderer Tageszeit noch einmal widerholen. Wir müssen also noch einmal zurück nach Prince Albert, was uns sicher nicht schwer fällt.
Der ca. 8 Kilometer lange Rund-Wanderweg hat seinen Namen von den charakteristischen kleinen Felskuppen, den sogenannten "Koppies". Die Temperaturen waren noch angenehm und das Morgenlicht ist gut für Fotos. Die Luft war erfüllt von Vogelgesang, leider war es ziemlich trocken in diesem Jahr. Daher war die Pflanzenvielfalt nicht ganz so groß wie in Jahren mit mehr Regen. Aber Regen gab es hier zum Zeitpunkt unnseres Aufenthaltes schon seit Monaten nicht mehr.
Der Trail beginnt am Rande der Stadt. Der Boden wechselt zwischen festem Sand und Kieselpfaden und führt hinauf zu Ginsterbüschen, Proteas und vereinzelten Aloe-Pflanzen. Ein Höhepunkt der Wanderung ist der Panoramablick vom ersten größeren Koppie. Nach einem sanften Anstieg eröffnet sich ein beeindruckender Blick: Das Tal der Dorps River schlängelt sich in der Ferne durch das Land, und die Stadt Prince Albert wirkt wie eine Miniaturlandschaft, eingebettet in die weiten Ebenen. Der Höhenunterschied zwischen Ort und Koppie beträgt ca. 200–250 Meter.
Die aktiven Leiwater-Kanäle glitzern im Sonnenlicht und man kann die Ruhe der Umgebung auf sich wirken zu lassen. Die Stille wird nur durch das gelegentliche Zwitschern eines Vogels oder das Rascheln des Windes in den Büschen unterbrochen.
Eidechsen sonnen sich auf warmen Steinen, und mit etwas Glück lässt sich ein Klippspringer zwischen den Felsen beobachten.
Der Pfad endete für uns auf einer asphaltierten Straße am anderen Ende des Ortes, denn wir wollten im Karoo Souk frühstücken gehen. Dabei kamen wir an einer modernen Halle vorbei, vor der einige hübsche Oldtimer standen. Ein paar Leute standen vor der Halle. Hier werden die wertvollen Oldtimer der Reichen aus der Kapregion gelagert, da sie in der trockenen Luft der Karoo keinen Rost ansetzen.
Ein hübscher Oldie war auf einem Transporter aufgeladen, der auf der Staße stand. Ich habe ein Detail fotografiert, da kam ein wütender Mann auf uns zu. Er verbot uns das Eigentüm anderer Leute ohne zu fragen zu fotografieren, das aber in einem sehr rüden Ton. Auch wenn ich nicht auf dem Privatgründstück fotografiert hatte, habe ich das Foto sofort gelöscht.
Doch damit nicht genug, er begann Hans auf Afrikaans dispektierlich als "Onkelchen" zu beschimpfen, er hätte drauf zu achten dass seine doofen Touristen nicht das Eigentum anderer Leute fotografieren. Ein sehr unangenehmer Zeitgenosse, nichts wie weg.












Nach wenigen Schritten waren wir dann am Ziel, wo wir Marina trafen. Die Besitzer des Café zuckten nur mit den Schultern und vom dort aus hätte ich alle Bilder auch mit dem Zoom unbeobachtet machen können.
Der Karoo Souk ist ein kultureller und kreativer Treffpunkt in der Industrial Area von Prince Albert. Ohne den Tipp hätten wir diesen schönen Ort alleine gar nicht gefunden und beim nächsten Besuch in Prince Albert wird das sicher unser Stammplatz. Das Café ist Montag bis Freitag etwa 09:00–16:00, Samstag bis ca. 13:00 und Sonntag bis ca. 12:00 geöffnet.
Das Angebot ist abwechslungsreich und richtet sich an Besucher, die Kunst, Handwerk, regionale Produkte und entspannte Atmosphäre verbinden möchten. Es gibt frische Kaffeespezialitäten, Säfte, Frühstück und leichte Mittagsgerichte mit Blick über die Koppies der Umgebung.
Da die Besitzer Muslime sind, bekommt man hier keinen Speck und keinen Alkohol. Aber das bestellte Shakshuka, pochierte Eier in Tomatensauce mit vielen verschiedenen Gewürzen, war ebenso fantastisch wie der Cappucino. Sicher der beste Kaffee in der Stadt, und der zweitbeste der ganzen Reise.
Wir planen auf jeden Fall, beim nächsten Aufenthalt wiederzukommen und weitere Gerichte der kapmalaiisch und marokkanisch inspirierten Speisekarte zu entdecken. Eine wirklich wunderbare Bereicherung für den Ort!
Hierher kommen auch viele Einheimische, man kennt sich. Nette Plätze verteilen sich hier im Garten mit Pflanzen und Aussicht und an kann sich aussuchen, wie man gerne sitzen will. Ein entspannter Platz mit sehr netten Betreibern.
Direkt nebenan gibt es eine Schmiede, in der traditionelle Metallarbeiten und Kunstobjekte entstehen. Daneben befindet sich ein schöner Geschenkartikelladen, in dem lokale Kunst, Handgefertigtes und Geschenke verkauft werden.
Direkt neben dem Karoo Souk befindet sich die Karoo Looms Weavery, eine traditionelle Weberei mit handwerklicher Arbeit und hochwertigen Textilprodukten. Die Weberei produziert Teppiche, Decken, Schals und andere Textilien aus Mohair und Wolle, die lokal gesponnen und gewebt werden. Prince Albert und seine Umgebung sind Teil einer traditionellen Mohair- und Wollregion. Webereien wie diese tragen zum Erhalt lokaler Handwerkskultur bei und vor dem Karoo Souk gibt es auch Kunst aus Wolle zu bestaunen.
Besucher können oft den Handwerkern bei der Arbeit zusehen, was einen faszinierenden Einblick in traditionelle Techniken bietet. Fotografiert habe ich im Innenraum leider nicht, war wohl noch zu geschockt von der vorherigen rüden Zurechtweisung.













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