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DE KELDERS

Attraktion des Touristenortes Hermanus an der Walker Bay sind wohl vor allem die jährlich wiederkehrenden Wale, die zwischen Juni und Dezember in die Walker Bay wandern und hier oft sehr dicht an die Küste kommen.

Der berühmte Cliff Path ist ein Anziehungspunkt für die vielen Besucher, er wurde erst wurde 2025 unterhalb von Hermanus vollständig verbunden und offiziell eröffnet. Von hier aus kann man Wale beobachten und das zieht sehr viele Besucher in den Touristenort, der sich gerne als "Whale Watching Capital of the World" bezeichnet. Auch das jährlich stattfindende Whale Festival zieht viele tausende Besucher im September aus dem In- und Ausland an.

Wer es lieber ruhiger mag, ohne Verkehr und dafür mit noch näher vorbeischwimmenden Walen, der fährt etwas nach Osten nach De Kelders. In diesem Ortsteil von Gansbaai haben wir 2025 gewohnt, im schönen Kleinzee Oceanfront Guesthouse mit direktem Meerblick und Walbeobachtung schon zum Frühstück von der Terrasse.

De Kelders ist ein kleines, ruhiges Küstendorf mit hübschen Häusern, etwa 25 Minuten südöstlich von Hermanus und unmittelbar an der Walker Bay gelegen. Es gehört zur Overstrand Municipality und ist formal ein Ortsteil von Gansbaai, wobei De Kelders aber oft als eigener, landestypischer Küstenort wahrgenommen wird. De Kelders war historisch einst ein kleines Fischerdorf mit Wohnsiedlung. Aber trotz seiner Lage zwischen den touristisch stärker frequentierten Orten wie Hermanus und Gansbaai blieb es hier ruhig und naturnah. Der Ort hat sich zunehmend zu einem Ziel für Ruhesuchende, Naturfreunde und Walbeobachter entwickelt, die den Massentourismus anderer Küstenorte entfliehen möchten.

De Kelders bedeutet im Afrikaans "die Keller", das ist ein Hinweis auf die vielen natürlichen Höhlen im Küstengestein, die man hier entlang der Küste findet.

Direkt vor unserem Hotel, das an der ruhigen Cliff Road am Ufer liegt, befindet sich eine üppige, niedrige Vegetation. Die Küste hier vor De Kelders ist steil und zerklüftet, typisch für die südliche Küste des Western Cape. Es gibt hohe Klippen aus Sandstein und Schiefer, die direkt ins Meer abfallen. Die Felsen wurden über Jahrtausende von Wind und Wellen geformt, mit teils glatten Plattformen und Felsvorsprüngen, die ideal für Walbeobachtung von Land sind. Parkplätze und Bänke für Besucher gibt es auch. Hier habe ich mir schon im Jahr 2002 einen Sonnenbrand geholt, als wir vollkommen fasziniert die vorbeischwimmenden Walmütter mit ihren Kälbern beobachtet haben.

Zwischen den Felsen liegen kleinere Sandstrände und Kiesbuchten. Das Meer ist hier oft rau, Brandung und Strömungen sind stark, aber die Buchten bieten etwas Schutz.

Zwischen den Felsen wachsen küstennahe Sträucher wie Restio-Arten, Erica und Proteen, die Küste gehört zum Cape Floristic Region (Fynbos), einem global anerkannten Biodiversitäts-Hotspot. Vor allem niedrigwüchsige Pflanzen, die Wind und Salzwind trotzen, findet man hier. Pflanzen sind windfest, oft sukkulent oder hartblättrig, um Austrocknung und salzhaltigen Wind zu überstehen.

Dazwischen leben viele Eidechsen und kleinere Säugetiere. Vögel wie Kormorane, Möwen, Strandläufer und teils seltene Arten wie der African Black Oystercatcher kann man hier beobachten. Die Brandungszone bietet Lebensraum für Krebse, Seeigel und Muscheln und die Felsen beiten den Klippschliefern Schutz, die hier zahlreich vertreten sind.









Wale

Die Walker Bay, an deren Ufer De Kelders liegt, gehört zu den berühmtesten Land-Walbeobachtungszonen der Welt. Jedes Jahr ziehen hunderte der "Southern Right Whales", auf Deutsch "Südkaper", in diese geschützte Bucht, um dsich ort zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Zwischen Juli und November ziehen die Wale nahe an die Klippen heran, ideal für landbasiertes Whale Watching von den Aussichtspunkten oder von der eigenen Terrasse.

An einem Morgen zählten wir beim Frühstück gleich sieben Wale, die teilweise leider etwas weiter entfernt auch mal die Fluke zeigten oder Sprünge aus dem Wasser machten. Das nennt man hier Spyhopping (Wal schaut aus dem Wasser), Tail Slapping (Schwanzschläge), Rolling/Breaching (Herausspringen).

Beste Beobachtungszeit ist zum Frühstück bis Nachmittag, bei klarer Sicht und ruhiger See. Am nächsten Morgen war das Meer dann leider etwas rauher, aber auch da konnten wir Wale beobachten.

Ein Wal erreicht eine Länge von 12–16 Metern und ein Gewicht bis zu 60 Tonnen. Wenn sie sich aus dem Wasser katapultieren, hört man das Aufklatschen sehr weit. Typisch für diese Art ist die breite Rückenpartie und der auffällige Knubbel auf dem Kopf, der Callosities gennat wird.

Die Saison für Südkaperwale ist ungefähr von Juni bis Mitte Dezember, dabei hat man in der Hauptsaison September – Oktober hier fast eine Sichtungsgarantie. Die Wale wandern aus kälteren antarktischen Gewässern zur Walker Bay, um hier zu paaren und ihre Jungen zu gebären. Jedes Jahr kommen Hunderte von Walen, teilweise nahe an die Küste. Sie schwimmen nur wenige Meter von den Klippen entfernt vorbei und im Oktober sahen wir sie oft zu zweit: Mutter und Kalb.

Andere Walarten sind hier seltener, aber in den Gewässern leben neben Haien, Gewöhnlichen Delfinen und Gemeinen Delfinen auch Bryde-Wale, Buckelwale und Glattwale. Whale-Watching-Touren mit dem Boot starten in Gansbaai oder Kleinbaai.










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