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Es war sowas wie Liebe auf den ersten Blick, als ich die Unterkunft Tierkloof Mountain Cottages entdeckte. Die Lage und die Ausstattung gefielen uns sehr gut. Und da wir nur zu zweit waren, kam nur eines der drei Häuser in Frage: das Dragon Rock Cottage.
Es liegt am Ende der Gravel Road, die auf die Farm führt. Vorab kommt man an zwei weiteren und größeren Häusern vorbei, etwas oberhalb auf dem Berg wohnen die Besitzer. Aber sobald man den Parkplatz des Cottage erreicht hat fühlt man sich als wäre man alleine auf der Welt. Hier hat man sehr viel Privatsphäre.
Die jüngere Geschichte von Tierkloof ist eng mit den heutigen Besitzern, Robin und Elsa, verbunden, die hier alte Gebäude in ein hochwertiges Gäste-Retreat umgewandelthaben. Im Jahr 2018 entschieden sich die beiden, ihre stressigen Jobs in der Medien- und Verlagsbranche in Kapstadt aufzugeben. Sie suchten nach einem Ort, der ihre Liebe zur Karoo und den Cederbergen widerspiegelt. So übernahmen sie das südlichste Viertel einer leicht vernachlässigte Farm mit 1.200 Hektar am Fuße der Swartruggens Mountains. Ihr Ziel war es, eine luxuriöse, aber völlig autarke Unterkunft zu schaffen, die die Natur nicht stört. Hier wohnt man mit off-grid-Konzept, also mit Unabhängigkeit von Versorgungsnetzen dank Solarstrom und weitgehender Wassernutzung vor Ort. Die ersten zwei Jahre verbrachten die beiden fast ausschließlich mit der Renovierung und dem Aufbau der Cottages.
Das Land selbst ist Jahrmillionen alt. Man findet dort Sedimentgestein aus der Dwyka-Eiszeit, die vor ca. 300 Mio. Jahre stattfand. Anthropologisch war die Umgebung lange Heimat der San-Bevölkerung, deren Spuren und Felskunst in den Weiten der Karoo und der benachbarten Cederberg-Region nachweisbar sind.
Früher wurde das Land für die Schafzucht genutzt, liegt aber seit Jahrzehnten brach, so dass sich die ursprüngliche Flora und Fauna vollständig erholt hat. Hier treffen sich verschiedene Ökosysteme von trockenem Karoo-Buschland bis zu felsigem Bergfynbos. Voller Stolz zeigte uns Robin beeindruckende Aufnahmen von zwei Kapleoparden, die er mit einer automatischen Wildkamera auf einem der Wanderwege in der Schlucht aufgezeichnet hat - bei einer Wanderung wird man die Tiere wohl kaum zu Gesicht bekommen.
Wenn man das Farmtor mit dem per WhatsApp empfangenen Code passiert hat, kommt man zuerst zum Haus namens "The Fort". Ein Refugium für größere Gruppen bis zu 10 Personen mit einen separaten, großen Pool und einer Terrasse mit integriertem Grill und Sitzgelegenheiten. Weiter hinten an den Bergen liegt das Quartier der Angestellten.
Danach fährt man am zweiten Haus namens Serenity vorbei, mit drei stilvoll eingerichteten Schlafzimmern, zwei Badezimmern und einer tiefen Veranda mit Platz für bis zu sechs Gäste.
Die relative Lage jeder Unterkunft und die dazwischenliegende Topographie gewährleisten absolute Sicht- und Privatsphäre, Abgeschiedenheit und Ruhe für jedes Haus. Ein großer Vorteil der Lage fernab jeglicher größerer Städte ist die völlige Abwesenheit von künstlichem Licht und Luftverschmutzung.








Tierkloof Mountain Cottages ist ein wirklich magischer Ort in Swartruggens mit Ausblick in die Tankwa Karoo, etwa 195 km von Kapstadt und 60 km nördlich von Ceres entfernt. Es ist genau das Richtige für jemanden, der Ruhe, Weite und ein wenig Abenteuer abseits der Zivilisation sucht.
Die letzten 20 Kilometer, davon 5 Kilometer ab Gate, zur Farm sind Schotterpiste. Ein Fahrzeug mit etwas Bodenfreiheit ist ratsam, auch wenn es bei trockenem Wetter meist mit einem normalen PKW machbar ist.
Gäste, die Zweifel oder Schwierigkeiten haben, steht jederzeit Hilfe zur Verfügung. Tierkloof ist nur zur Selbstverpflegung geeignet, denn man fährt 60 Kilometer zum nächsten Ort und zur Tankstelle. Man muss also vorher ordentlich einkaufen.






Das Dragon Rock Cottage ist wohl das charmanteste der drei Unterkünfte auf der Farm. Es liegt erhöht auf einem Felsplateau und bietet einen weiten Blick über die Tankwa-Ebenen bis hin zu den Roggeveld-Bergen. Hier können maximal vier Gäste in zwei Schlafzimmern übernachten.
Hinter dem Haus gibt es eine kleine Sitzgelegenheit für einen Morgencafé. Es gibt eine Außendusche, die direkt vom Badezimmer aus begehbar ist, und auf der anderen Seite des Hauses eine Badewanne im Freien, die direkt an die Felsen geschmiegt ist. Perfekt für ein Bad unter dem Sternenhimmel und von hier aus kann man auch den Drachenfelsen erkennen, der dem Cottage seinen Namen gab und oben auf dem ersten Bild zu sehen ist.
Die offene Küche ist sehr hochwertig ausgestattet. Mit Smeg-Gasherd, ROK-Espressopress, einem Potjie, allerlei Gläser, Töpfe und Geschirr. Sogar eine isolierter Schongarbeutel namens "Wonderbag" für heisse Töpfe aus Stoff findet man hier. Hier merkt man, das die Gastgeber selbst gerne kochen.
Auch nicht selbstverständlich sind Salz, Pfeffer, eine kleine Dose Olivenöl aus Prince Albert, hochwertiger Essig, Instantkaffee, Ceylon-Tee, Rooibostee, Zewa und Alufolie. Im Regal gibt es auch einige große Vorratsdosen, die "mouse free zone" sind. Die kleinen Grasmäuse tobten zwar ums Haus, im Inneren war jedoch bei unserem Aufenthalt keine zu bemerken.
Schön sind auch die kleinen Lichterketten, die Innen und Außen nach Einbruch der Dunkelheit automatisch angehen. Dann kann man im Innenraum am Esstisch sitzen und im Außenbereich zusätzlich noch die Sonnengläser anmachen. Für leise Musik sogrt ein kleiner Bluetooth-Lautsprecher, wir haben unseren eigenen von Bose genutzt.
Ein echtes Highlight ist das offene Innen-Außen-Konzept mit Lounge, Küche und Essbereich mit direktem Zugang zur Außenterrasse. An der Seite findet man den Braai-/Barbecue-Bereich mit eigenem Sitzbereich, im Inneren einen eigenen Holzofen für kühle Winternächte mit Sofalandschaft davor.
Toll sind auch die Schlafzimmer. In dem Kleineren hatten wir Koffer und Kleidung untergebracht, das zweite lag nächer zum Bad und hatte auch die schönere Aussicht. Eher selten in Südafrika: zwei Betten nebeneinander und somit Bettwäsche für jeden einzeln. Wir haben hier wunderbar geschlafen.
Aber direkt vor den Schiebetüren gibt es draußen unter einem großen Dach eine Sofaecke und ein Bett, auf dem man herrlich den ganzen Tag lang lümmeln und den Ausblick genießen kann. Oder nachts im Freien schlafen und den Sternenhimmel genießen.
Das Beste aber sind die beiden Pools, die hier direkt nebeneinander liegen. Das Holzdeck verfügt über einen Plunge Pool zur Abkühlung an heißen Tagen und einen Hot Tub, der mit Holz beheizt wird. Der Gastgeber Robin sorgt gerne dafür, dass er bei Ankunft schon warm ist, wenn man Bescheid gibt. Holz, Späne und Anzünder sind reichlich vorhanden, wenn man weitere der bereitgestellten Brennholzkisten verbraucht zahlt man einen kleinen Betrag pro Packet.
Das beheizte Becken ist so groß, dass vier Personen bequem hereinpassen. Dazu fliesst aus dem Nachbarpool ständig ein wenig frisches Wasser nach. Hier kann man wunderbar entspannen. Kostenloses WLAN mit Highspeed-Internet ist natürlich selbstverständlich.








Da wir von Kromrivier aus anreisten, hatten wir etwas zu wenig Brot und auch die Butter war fast zu Ende. An allen drei Einkaufsmöglichkeiten, an denen wir in den Bergen vorbeikamen, war nichts zu bekommen. Zufällig fuhr Robin noch nach Ceres und fragte uns, ob wir was brauchen. Dann brachte er ein Sauerteigbrot und Butter mit und schenkte uns das. Sehr nett.
Trotzdem haben wir hier auch mal selbst ein Focaccia ähnliches Brot in der Auflaufform gebacken, das ist erstaunlich gut gelungen und schmeckte mit Frischkäse und Oliven sehr lecker.
Am ersten Abend haben wir uns einen Griechichen Salat gemacht, mit Schafkäse und Oliven aus Mount Ceder. Dazu tranken Rose Brut von Topiary. Der folgenden Ruhetag ohne Auto bot sich an, um eine Flasche Blanc de Noir von Lynx zu genießen. Am Abend dann ein zartes Beef Filet mit Salaten von Woolworth und dazu einen Merlot von Rainbow's End, was für ein Genuß.
Frühstück am nächsten Morgen begannen wir mit einem Graham Beck Brut Classic, der Rest schmeckte dann am Abend im Hot Pool. Abends dann die restlichen Beef-Filet-Streifen in Durban Curry gegart, dazu selbst gebackenes Brot und Gurkensalat. Auch der White Blend CL von Oldenbourg schmekcte gut.








Eine wunderbare Unterkunft, definitiv in unseren Top 10 und im Jahr 2026 noch einmal für drei Nächte gebucht. Wir freuen uns auf die Fortsetzung.
Hier ist ein Link zu den Tierkloof Mountain Cottages.



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