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Im Jahr 2024 haben wir von der Mount Ceder Lodge einen Ausflug zum Kromrivier unternommen. Dabei erkundeten wir die wunderschöne Landschaft am Truitjieskraal und an der Farmrezeption bekam ich meinen geliebten Buchu-Tee. Die Ernte erfolgt auf der Skimmelberg-Farm, die ebenfalls zum Familienimperium gehört.
Der Cederberg Park am Kromrivier ist ein traditionsreicher Freizeit- und Naturpark im Herzen der Cederberge. Er liegt auf dem historischen Kromrivier-Farmgelände, das seit den 1860er-Jahren besteht und seither in Familienbesitz der Nieuwoudt-Familie ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand die Farm unter der Leitung von Ernsts Enkel – dem stets freundlichen und geselligen Wit Andries Nieuwoudt. In dieser Zeit wurde Kromrivier als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Cederberg bekannt und entwickelte sich zu einem beliebten Ziel für begeisterte Bergsteiger und Abenteurer.
In den 1960er Jahren übernahm die nächste Generation der Nieuwoudts, Andries' Sohn Rensie und seine Frau Olive, den Bauernhof. Da immer mehr Menschen den Cederberg Park besuchten, wurde das Haus so überfüllt, dass sie beschlossen, einen Campingplatz und die heute als "Farm Cottages" bekannten Unterkünfte zu bauen. Die Pläne des Cederberg Parks zur Restaurierung und Modernisierung der Anlagen begannen im Jahr 2012. Heute ist die Kromrivier Farm das älteste und eines der beliebtesten Touristenziele in der Cederberg-Region und bekannt für ihre herzliche Gastfreundschaft.
Das Angebot hier kombiniert Naturerlebnis, Outdoor-Aktivitäten und familiäre Farmatmosphäre. Die Landschaft rundum ist geprägt von roten Sandsteinformationen, Fynbos-Vegetation und kristallklaren Bergflüssen, die durch die Schluchten fließen. Nachts kann man einen sagenhaften Sternenhimmel bewundern, und wer hier wohnt, kann die Wanderwege in die umliegenden Schluchten kostenlos nutzen.
Cederberg Park ist als CapeNature Contract Reserve Teil des Greater Cederberg Biodiversity Corridor. Dieses Netzwerk aus privaten und kommunalen Schutzgebieten verknüpft die Biodiversität der Region und sichert Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Dazu gehören große Raubtiere wie Leoparden, kleinere Säugetiere, Reptilien, Amphibien sowie mehrere endemische Fischarten im Krom River.
Cederberg Park bietet verschiedene Unterkunftsoptionen: Self-Catering-Chalets, von denen wir eines für drei Nächte gemietet haben, es gibt ein Luxury Tented Camp, dessen Zelte mit Küche, Kamin und privatem Bad ausgestattet sind. Beliebt bei Südafrikanern ist auch die Campsite entlang der Krom River-Ufer mit eigenen Ablution, Stromanschluss und Feuerstelle.
Mountainbiking auf markierten MTB-Strecken verschiedener Schwierigkeitsgrade ist hier ein beliebter Zeitvertreib. Im heißen Sommer kann man in Bergbächen, Fluss-Pools oder im Stausee schwimmen. Außerdem werden Horse Riding, Fishing, Bird Watching, Trail Running, Rock Climbing und Boulder Sites angeboten. Familien mit Kindern schätzen die Aktivitäten auf dem Bauernhof sehr.







Die Anfahrt zum Kromrivier Cederberg Park ist spektakulär schön. Ein Allradfahrzeug ist nicht zwingend notwendig, macht die Fahrt aber deutlich entspannter. Das Gelände des Cederberg Park befindet sich rund 250 km nördlich von Kapstadt bei Clanwilliam. Die Anfahrt erfolgt über die N7 von Kapstadt Richtung Clanwilliam. Bei Citrusdal geht es über den Piekenierskloof Pass. Dort hat man eine schöne Aussicht über das Olifants River Valley.
Sobald man die N7 verlassen hat, wird die Straße zur Schotterpiste (Gravel Road). Man passiert das Forstamt Algeria. Ab hier wird die Landschaft wilder und die Felsformationen rötlicher. Es folgt der inzwischen gepflasterte Aufstieg über den Uitkyk Pass. Nach dem Abstieg vom Uitkyk Pass passiert man bekannte Orte wie Sanddrif und Cederberg Cellars. Dies ist der höchstgelegene Weinkeller Südafrikas.
Die Abzweigung nach Kromrivier ist gut beschildert. Das letzte Stück zur Farm ist etwas rauer als die Hauptpiste. Es gibt ein paar kleine Senken und evtl. trockene Flussbetten zu durchqueren.
Aufgrund der Abgelegenheit wird empfohlen, das Auto vorher vollzutanken. Sobald man die Pässe überquert bricht der Mobilfunkempfang meist komplett ab. Am besten vorher den passenden Bereich von Google Maps für Offline-Nutzung auf das Smartphone herunter laden.







Wir haben etwa ein Jahr im Voraus angefragt, Vorbuchen ist hier Pflicht. Uns wurde das Self-Catering-Chalet Nummer 7 namens Winterbach angeboten, das als einziges noch frei war. Anzahlen wollten wir nicht, da Auslandsüberweisungen sehr teuer sind. Also haben wir Kopien unser Flugticket geschickt und wurden eine Woche vorab noch mal angefragt, ob wir auch wirklich kommen.
Vor Ort waren einige der umliegenden Häuser nicht belegt, und wir erfuhren, dass die Cottages zwei Mal im Jahr in der Zwischensaison nach und nach eine Zeitlang geblockt werden, um aufgetretene Schäden zu reparieren und für die kommende Saison aufzuhübschen. Bei diesem Klima gibt es immer etwas zu tun, es ist quasi eine rollende Renovierung. Auf Dauer günstig und erfolgreich, die Häuser sahen alle aus wie fast neu.
Jedes Chalet, einige stehen rund um einen kleinen Stausee, hat zwei Schlafzimmer und liegt in der natürlichen Umgebung der Farm mit Fynbos rundum. Ein Fußweg mit Brücke führt über den Fluss zu Rezeption und Restaurant. In den meisten Chalets schlafen standardmäßig vier Personen, mit zusätzlichen Schlafmöglichkeiten auf einer Schlafcouch auch bis zu sechs Personen.
Die Cottages sind sehr privat und gut ausgestattet, mit hohen Decken und viel Platz. Durch die hohen Fenster fällt viel Licht ein, was das Raumgefühl angenehm macht.
Es gibt eine voll ausgestattete Küche mit großem Kühlschrank, Konvektions-Mikrowelle, Induktions-Kochplatten, Kaffeemaschine, Teekanne, Braai-Ausrüstung und Geschirr für acht Personen. Sogar eine Spülmaschine ist vorhanden, und eine frei stehende Theke eignet sich gut zur Zubereitung.
Es gibt einen Innen- und Außen-Braai sowie einen Kamin für kühlere Winterabende. Dazu gemütliche Sofas und eine große überdachte Terrasse mit Schiebetür. Nur die zwei schweren Stühle draußen fanden wir etwas unbequem, aber Kissen waren vorhanden. Einen Fernseher sucht man hier vergeblich – man wohnt hier wegen Ruhe und Naturerlebnis.
Die beiden Schlafzimmer haben jeweils ein angrenzendes Bad, einen eigenen Ofen und eine eigene Terrasse. Im Zimmer mit den zwei Einzelbetten standen unsere Koffer und Kleidung; im anderen Zimmer mit großem Doppelbett haben wir sehr gut geschlafen.
Im Außenbereich gibt es zusätzliche Sitzmöglichkeiten und einen weiteren Grill, den wir allerdings nicht genutzt haben. Mülltonnen ermöglichen die getrennte Entsorgung von Abfällen. Hier gilt eine Mindestaufenthaltsdauer von zwei Nächten.








Wir haben uns hier weitgehend selbst verpflegt, aber es gibt auch ein Restaurant namens "Die Slee". Hunde sind darin allerdings verboten, einige Gäste wurden deshalb wieder weggeschickt. Ausserdem macht es schon am späten Nachmittag zu.
Gourmet-Burger und regionale Gerichte gehören zum Standard, es gibt das lokal gebraute NieuwBrew-Bier. Es gibt zusätzlich Spezialitäten des Küchenchefs und saisonale Tagesgerichte. Eine entspannte, landschaftlich schöne Location mit freundlichem Service und gutem Essen für Mittagessen und Abendessen, auch geeignet für Tagesbesucher. Das Restaurant bietet auch WLAN-Zugang für Gäste, was hier oft genutzt wird.
Neben dem Restaurant gibt es einen Farmstall mit lokalen Produkten, Craft-Bier und Kromrivier-Weinen. Auch Buchu Produkte und Souvenirs kann man hier kaufen, dazu gibt es eine kleine Auswahl an Grundnahrungsmitteln und gekühlte Getränke.
Am ersten Abend machten wir uns scharfes Hühnchen mit Butterchicken-Sauce von Brenda´s und tranken dazu einen leckeren Topiari Shiraz 2016. Am zweiten Abend stand Blesbok Sirloin aus Cradock mit Reis und Gemüse von Woolworth auf dem Speiseplan. Dazu einen Red Blend namens CL von Oldenburg.
Am letzten Abend noch einmal Hühnchen, diesmal mit Nudeln und Aprikosenchutney von Brenda's. Dazu einen hervorragenden Chenin Blanc namens Shackleton von Stettin, ein Geschenk von Ad und Leonne aus Wellington. Er hat geschmeckt wie ein Chardonnay, sehr lecker.
Am Abfahrtstag waren wir dann zum Frühstück im Restaurant, konnten schön draussen sitzen mit bester Aussicht und bekamen ein perfektes Egg Benedict serviert. So gestärkt machten wir uns auf den Weg zur nächsten Unterkunft, den Tierkloof Mountain Cottages am Rande der Swartruggens Berge.








Schöners, geräumiges Cottage in schöner Umgebung mit allen Annehmlichkeiten.
Hier ist ein Link zum Kromrivier Cederberg Park.



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