| Weltreisen | Kanada | Newfoundland | Im Norden | Site-Map | HOME |

ARCHES PROVINCIAL PARK

Die schönen Felsenbögen an der Küste nördlich vom Gros Morne National Park besuchten wir zwei Mal. Einmal hielten wir hier kurz an auf dem Hinweg in den Norden bei sehr schlechtem Wetter mit Regen und dann noch mal mit mehr etwas Glück und auf dem Rückweg. Pünktlich zu unserer Ankunft hörte der Regen auf und wir konnten trocken am Strand herum laufen, bunte Steintürmchen bauen und wieder zerstören, der Brandung lauschen, den Salzgeruch tief einatmen und die Landschaft genießen.

Nur etwa 11 km nördlich von Parson's Pond liegt der kleine Arches Provincial Park direkt am Viking Trail, offiziell ist es die Route 430.

Hier haben Wind und Wellen zwei große Felsbögen aus Kalkstein geschaffen. Die Arches liegen direkt an einem wunderbaren Kiesstrand mit vielen tollen Steinen in allen Farben und Größen und sie sind einer der meistfotografierten Orte der Region.

Der Park wurde im Jahr 1972 eingerichtet. Die Felsformation war natürlich schon lange vorher ein beliebtes Fotomotiv. ParksNL weist auf seinen Seiten ausdrücklich darauf hin, dass Besucher die Arches schon lange vor der Einrichtung des Parks besuchten und fotografierten.

Vom Parkplatz, der direkt an der Route 430 gut ausgeschildert ist, führt ein kurzer Weg durch den Tuckamore-Wald hinunter zum Strand. Wie so oft eine recht schmale Zufahrt, die abrupt im rechten Winkel von der Hauptstraße abzweigt, also rechtzeitig die Geschwindigkeit reduzieren. Man braucht hier keine große Wanderung einzuplanen, der eigentliche Höhepunkt liegt direkt davor am Meer. Auf dem Hinweg hat man vor lauter Regen kaum etwas gesehen, doch auf dem Rückweg konnten wir trocken den steinigen Cobble Beach und die Bögen erkunden. Dazu mussten wir erst mal einen Zugang finden, denn die Holztreppe, die herunter führt, war gesperrt. Wahrscheinlich war sie baufällig, aber trotzdem hat fast jeder die Sperrung umgangen. Denn rechts und links war es steil und matschig, wenn man hinunter zum Strand möchte.

Wer nicht so gut zu Fuß ist und nicht über die anstrengenden Steine laufen möchte, der sieht auch von oben am Parkplatz aus alle Bögen in voller Schönheit.

Die Felsformation besteht aus ordovizischem dolomitischem Konglomerat. Über Jahrtausende haben die Wellen des Golfs von St. Lawrence den weichen und stark porösen Fels bearbeitet und schließlich die Bögen herauspräpariert. Ursprünglich gab es vier Bögen; einer ist inzwischen durch die fortschreitende Erosion eingestürzt. Auch die verbliebenen drei werden wohl irgendwann dem gleichen Prozess zum Opfer fallen. Vor allem, wenn einige unbedingt auch oben drauf herumlaufen müssen. Diese Arches sind nicht ganz so beeindruckend wie der Bogen in Marokko bei Legzira, aber auf jeden Fall einen Abstecher wert.

Durch die Öffnungen sieht man den offenen Atlantik beziehungsweise den Golf von St. Lawrence, und bei entsprechender Brandung schäumt das Wasser darunter hindurch. Alleine ist man hier selten, da der Ort gut von Gros Morne aus zu erreichen ist und viele Tagesausflügler hierherkommen. Es gibt einen überraschend großen Parkplatz, Picknicktische und saisonal geöffnete Toiletten. Der Eintritt ist hier kostenlos. Camping ist hier leider nicht erlaubt, im oberen Bereich standen aber einige, die anscheinend über Nacht bleiben wollten.

Und die Arches sind ein gutes Beispiel dafür, dass man auf dem Viking Trail nicht nur wegen der Wikinger unterwegs ist. Die Geologie ist mindestens ebenso spektakulär und erzählt eine Geschichte, die viele Millionen Jahre weiter zurückreicht.





br />








Video zum Thema

Google Map zum Thema

360° View zum Thema

| Weltreisen | Kanada | Newfoundland | Im Norden | Site-Map | HOME |

| Datenschutz | Impressum |