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KULINARISCHES

Die Restaurantszene in Marrakesch ist so vielfälig wie die Stadt und ihre Besucher. Im Internet kursieren zahlreiche Listen, wo man angeblich am besten essen kann und jeder Blogger empfiehlt sein perfektes Lieblingsrestaurant. Man kann sich hier Wochen aufhalten und wunderbar essen gehen ohne eine Wiederhohlung.

Viele Restaurants bieten klassische marokkanische Gerichte an, wie Tajines oder Couscous. Einige der besten traditionellen Speisen werden in den unzähligen Riads serviert. In den Historischen Gästehäusern sind die Innenhöfe oft in Restaurants umgewandelt. Hier genießt man authentische Küche in einer intimen, kunstvollen Umgebung - meist rund um den Pool.

Auch die Fusion Küche ist interessant, viele Restaurants kombinieren traditionelle marokkanische Aromen mit moderner europäischer oder internationaler Küche, was innovative und kreative Gerichte hervorbringt. Natürlich bietet eine Stadt wie Marrakesch auch einige gehobene Restaurants, die oft von preisgekrönten Köchen geleitet werden und eine anspruchsvolle Klientel bedienen.

Besonders beliebt sind die Dachterrassen, sie bieten oft atemberaubende Ausblicke auf die Stadt und das Atlasgebirge und nebenbei auch eine sehr entspannte Atmosphäre für Mahlzeiten bei Sonnenuntergang.

In den mehr touristischen Restaurants gibt es traditionelles Dekor, Live-Musik oder Bauchtanz-Vorführungen zum Essen.

Auf dem berühmten Djemaa el-Fna-Platz gibt es zahlreiche Garküchen, die frische, lokale Spezialitäten wie Harira-Suppe, gegrillte Fleischspieße oder Schneckensuppe anbieten. Dazu gibt es frisch gepresste Säfte nebenan. Streetfood ist hier sehr lecker und man könnte sich alleine davon ernähren. Aber leider sind die Zeit und die Aufnahmefähigkeit der Mägen zu begrenzt, um da überall zuzuschlagen.

So haben wir am ersten Abend sehr einfach gegessen, mehr dazu auf der Seite Riad Anabel. Den Italiener hatten wir uns auf Grund der Bewertungen herausgesucht und die anderen beiden haben uns einfach beim Vorbeigehen gefallen und lagen fußläufig nicht sehr weit von unserer Unterkunft entfernt.

Pepe Nero

Unser erstes Restaurant am zweiten Abend war das Pepe Nero - ein Italienisches Restaurant, das auch marokkanische Küche anbietet. Wir haben uns hier von den guten Bewertungen leiten lassen, denn von Couscous und Tajine hatten wir nach 5 Wochen Marokko genug.

Leider hatten wir nicht reserviert und beschlossen, recht früh hinzugehen und nach einem Tisch zu fragen. Falls voll ausgebucht war, hätten wir für einen der kommenden Tagen reserviert und wären woanders hingegangen. Alternativen hätte es reichlich Alternativen in näherer Umgebung gegeben.

Das Restaurant liegt fünf Gehminuten vom Platz Djemaa el-Fna entfernt abseits der Durchgangsgassen und ist sogar mit dem Auto erreichbar, denn es gibt Parkmöglichkeiten nur 100 Meter die Gasse hinauf - eher selten in der Medina. Hier speist man in der er ehemaligen Residenz des Paschas von Marrakesch.

Das gesamte Pepe Nero-Team ist sehr freundlich und serviceorientiert. Als man hörte, daß wir keine Reservierung hatten, bat man uns am Pool auf einer Bank Platz zu nehmen. Noch waren nicht viele Gäste vor Ort und es entspann sich eine Diskussion unter den Kellnern. Nach 5 Minuten hatte man den neuen Sitzplan geklärt und wir bekamen einen schönen Platz für zwei in einem angrenzenden Raum mit Blick auf den Pool und den herrlichen maurischen Innenhof.

Darauf, dass wir hier beim Nobel-Italiener spontan noch einen Platz bekommen haben, tranken wir erst einmal zwei 2 Cocktails mit Prosecco. Der erste Alkohol nach 5 Wochen freiwilliger Abstinenz. Dann bestellten wir Wasser und jeweils ein Glas marrokanischen Wein in Rot und Weiß zum Hauptgang. Den wollten wir zumindest einmal probieren, er war sehr lecker und schmeckte würzig.

Die Küche unter Chefkoch Robé bietet eine gute Auswahl aus Italien und Marokko. Zuerst kam ein kleiner Gruß aus der Küche. Michael bestellte sich erst einmal ein Lachs-Tartare und ich war begeistert, daß hier endlich mal die traditionelle Tauben-Pastilla angeboten wurde. Die war knusprig süß und richtig lecker.

Dann hatte Michael ein perfekt zubereitetes Rinderfilet und ich hatte wieder Lust auf Fisch und bestellte Filets vom Wolfsbarsch - Loup de mer. Nach dem Essen war noch Platz für ein Dessert: Creme Brullee mit Mandeln und Amaretto für Michael und Vielerlei von Orangen für mich. Dazu bestellten wir noch zwei Cappuchino. Zusammen kostete dieser schöne Abend dann 1.450 MAD

Wir empfehlen vorab zu reservieren, dann bekommt man vielleicht noch einen der Tische im Innenhof am beleuchteten Pool. Eigentlich ein tolles Restaurant für einen romantischen Abend, in unserem Raum trafen sich dann später an einer langen Tafel mehrere italienische Großfamilien mit einigen Kindern, da war es am Ende unseres Besuchs schnell vorbei mit der Romantik. Die zwei Paare an den Tischen neben uns, die später gekommen waren, hätten auch lieber woanders gesessen.






Libanese Naranj

Am nächsten Abend hatten wir uns für den Libanon entschieden, zumindest kulinarisch. Das Restaurant Naranj liegt in der Rue Riad Zitoun Jdid Nummer 84, wir waren tagsüber hier vorbei gekommen und es sind nur etwas über 5 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt.

Das Restaurant ist freuundlich hell und modern eingerichtet, wir wurden zu einem Tisch in der ersten Etage geführt. Auch hier hatten wir vorab nicht reserviert und wohl der vorletzten der guten Tische bekommen. Im Naranj bekommt man sehr gutes Essen zu moderaten Preisen und der Service ist flink und sehr freundlich.

In diesem Lokal wird kein Alkohol serviert, es gibt aber trotzdem eine gute Auswahl an Cocktails. Wir bestellten eine Flasche Sprudelwasser und zwei Virgin Mojitos, die wir dann mit Sprudel immer wieder auffüllten. Zitronen und Minze geben so noch lange von ihrem Geschmack ab.

Die von uns gewählte Vorspeisenplatte für Zwei ist lecker und üppig, mit den üblichen Mezze aus dem nahen Osten. Danach hatte sich Michael für Hühnchen auf Reis mit Yoghurtsauße entschieden. Ich hatte den gerillten Oktopus auf Hummus, eine kulinarische Offenbarung und das Signature-Dish des Restaurants. Beides war lecker und viel.

Die Rechnung betrug am Ende dann 600 MAD ohne Trinkgeld.



BlackChich

Auf dem Weg zum Naranj entdeckten wir das nicht weit davon entfernte Restaurant BlackChich und schauten uns das Angebot im Internet an. Wenn jemand schwarze Burger anbietet sind wir schon dabei, also beschlossen wir auch am letzten Abend keine Tajine mehr zu essen, sondern hierher lieber etwas einfacher essen zu gehen. Keine 5 Minuten nach Aufbruch an unserem Riad standen wir in der Gasse und suchten den Eingang.

Zm Glück stand aber jemand in der Gasse, um die Gäste anzusprechen, denn das Ganze liegt ziemlich versteckt um die Ecke in einem seitlichen Durchgang. Der "Schlepper" begleitete uns dann hinein, die gemütlichen Tische erstreckten sich über mehrere verschachtelte Ebenen.

Die Küche war hier auf der mittleren Etage und zu unserer großen Freude bekamen wir sogar noch einen Zweiertisch oben auf der Dachterrasse mit Aussicht zur entfernten Koutoubia-Moschee. Ein toller Rooftop-Platz für den letzten Abend, dazu wurde dann zum Essen noch ein fabelhafter Sonnenuntergang serviert. Der reservierte etwas gößere Nebentisch blieb leer, so dass wir hier wunderbar und ganz in Ruhe sitzen konnten.

Die Küche hier ist Fusion zwischen Berber- und afrikanischen Aromen. Eine kulinarische Reise mit fantasievollen Namen der Gerichte.

Ich hatte mich auf die Farbe Schwarz konzentriert und begann mit einer Black-Mamba Suppe. Der freundlich Kellner fragte, ob wir uns die teilen wollten denn die Portion wäre sehr groß. Wir haben auf ihn gehört und das war auch gut so, sehr leckere cremige Suppe aus Kochbananen, Süßkartoffeln, Kokosmilch, Cashewnüssen und Pflanzenöl in einer Riesenportion.

Dann hatte ich mich für den Signature Dish entschieden: dem Black Camel Burger, ein 180g Pattie aus Kamelfleisch, präsentiert in einem sauerigen schwarzen Brötchen mit Cheddar und afrikanischer grüner Sauce, serviert mit hausgemachten Pommes.

Michael hatte "Kenya Red Curry", ein Duo aus braunem und weißem Reis mit mariniertem Rindfleisch in Kokosmilch und rotem Curry, alles recht spicy.

Als Nachtisch gab es nur Brownie und Cheesecake mit Blaubeeren. Das schafften wir nicht und teilten uns das vom Kellner empfohlene Dessert aus gekochtem Hirse-Grieß mit Früchten und Gewürzen.

Dazu tranken wir eine Flasche Wasser und zwei Smoothies, die leider weniger aufregend waren als die Beschreibung. Zusammen zahlten wir dann ohne 485 MAD, cash only!






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