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STEILE BERGE

Sobald man den Ort Boquete mit dem Auto verlässt, dann geht es bergauf. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, die Berge rund um den Ort sind steil und grün, dabei mit zahlreichen Häusern und Vororten zersiedelt. Wer dort oben wohnt, der braucht ein zuverlässiges Auto und hat immer einen steilen Weg zum Einkaufen, was bei Regen auch durchaus unangenehm sein kann - die Straßen sind eng, kurvig und zum Teil nicht asphaltiert.

Die Region um Alto Boquete ist von beeindruckenden Berglandschaften geprägt, die vielfältige Naturerlebnisse bieten. Der markanteste Gipfel ist natürlich der Volcán Barú, der höchste Berg Panamas mit einer Höhe von 3.475 Metern. An klaren Tagen ermöglicht der Gipfel einen seltenen Blick sowohl auf den Pazifischen Ozean als auch auf die Karibik.

Der Wanderweg beginnt am Eingang des Nationalparks Volcán Barú, etwa 6 km von Boquete entfernt. Es ist nur eine kurze Taxifahrt bis hierher. Dann sind es Ca. 13,5 km bis zum Gipfel, also etwa 27 km für den Hin- und Rückweg. Rund 6–8 Stunden braucht man für den Aufstieg, je nach Fitness. Der Abstieg ist dann in ca. 4–5 Stunden erledigt, also nichts für uns.

Viele Wanderer beginnen schon nachts gegen 23:00 Uhr, um den Sonnenaufgang am Gipfel zu erleben. Dabei muss man einiges auf dem steilen und steinigen Weg mitschleppen, denn die Temperaturen am Gipfel können unter 0°C fallen.

Man kann auch mit einem Allradfahrzeug hochfahren, allerdings über die Stadt Volcán auf der Westseite des Berges. Von Boquete nach Volcán dauert die Fahrt ca. 2 Stunden. Ein Fahrzeug mit Untersetzung und guter Bodenfreiheit ist dabei nötig, es gibt Touren-Anbieter in Boquete, die solche Fahrten organisieren. Die Auffahrt ab Volcán dauert dann noch einmal gut 2 Stunden und wir haben Preise dafür von über 100 Dollar pro Person gesehen. Die Nationalparkgebühr beträgt dabei nur ca. 5 Dollar pro Person.

Wir sind nur kurz mit dem Auto zum Anfang des Wanderwegs gefahren, um von hier aus die Ausicht auf Boquete zu genießen. Der weiter nach oben führende Weg war in einem üblen Zustand und erinnerte an eine zerfahrene Grundmoräne, wellig mit einem Haufen runder Felsbrocken darin und darauf.

Gleiches haben wir auch auf der gegenüber liegenden Seite gemacht, auch hier ist die Straße schmal und sehr steil. Sie führt nach Jaramillo und zu verschiedenen Fincas und Kaffee-Plantagen.

Dort oben sind auch verschiedene Unterkünfte und viel Grün, viele Expats bevorzugen die ruhige Lage weit ab vom Trubel der Orte unten im Tal.

Es gibt auch Wanderwege, die hier beginnen und einige Straßen wurden gerade neu gemacht, als wir hier waren.







Wanderungen

Im Mount Totumas Cloud Forest sind wir 6 Tage lang jeden Tag mindestens 10 Kilometer steil bergauf und bergab gewandert. Nachdem wir uns zwei Tage in der schönen Unterkunft The Residence by Villa Alejandro ausgeruht hatten und nur den Ort zu Fuß erkundet haben, wollten wir wieder wandern gehen.

Und zwar wollten wir spontan nur ein Stück in den Wald auf dem Sendero Los Quetzales wandern, weil gerade schönes Wetter war. Der Ausgangspunkt für diese Wanderung ist über die schmale, steile Straße nach Alto Chiquero aus zu erreichen. Die Abzweigung dorthin beginnt schon recht weit oben in den Bergen an der Kreuzung von Avenida Central und Bajo Mono neben der Bushaltestelle. Der Wanderweg ist für Leute mit Fitness eine reizvolle Route, die Boquete mit Cerro Punta verbindet. Die etwa sechs Stunden dauernde Wanderung führt durch dichte Nebelwälder und bietet Chancen, den seltenen Quetzal-Vogel zu beobachten - daher der Name.

Der Weg war lange geschlossen und wurde erst Anfang Januar 2025 wieder geöffnet. Oben angekommen wurden wir von einem älteren Herrn gleich wieder weggescheucht, weil wir keine Tickets hatten. Die Rangerstation war somit Endstation. Was wir nicht wussten und erst nach langer Recherche zu Hause herausgefunden haben: den Eintritt von 5 Dollar muss man vorab im Internet auf der Seite des Ministerium für Umwelt von Panama (Ministerio de Ambiente de Panamá) online zahlen. Bitte beachten, dass die Website hauptsächlich auf Spanisch verfügbar ist. Vor Ort zahlen geht wohl nicht mehr, darüber gibt es aber kaum Informationen. Hätte doch genügt, schon unten an der Abzweigung eine Tafel mit Infos aufzustellen. Auch wichtig: der letzte Einlass für den Trail ist um 13:00 Uhr.

Mehrere andere Autos mussten auch wieder umdrehen. Wieder unten an der erwähnten Bushaltestelle angekommen, kamen gerade mehrere Taxen an und ein halbes Dutzend Wanderer machten sich auf den Weg um, den dort startenden privaten Pipeline-Trail zu laufen. Am Ende gibt es einen Wasserfall und zwischendrin einen sogenannten tausendjährigen Baum zu bestaunen. Auch hier ist der Tarif 5 Dollar pro Person, auf einigen Berichten hatten wir jedoch an den Bildern gesehen, dass wir für die abenteurlichen Bachüberquerungen und steilen Wegstücke nicht geeignet waren.

Bei der Auffahrt waren wir ja schon am Startpunkt Lost Waterfalls Trail vorbei gekommen. Diese Wanderung bietet nicht nur spektakuläre Wasserfälle, sondern auch die Möglichkeit, die vielfältige Tierwelt der Region zu erleben. Uns war es zu voll hier, der ganze Parkplatz war schon besetzt.

Wir hatten jetzt auch keine Lust mehr. So ein Gedöns und null Info, nur um ein paar Kiometer da oben in den Wald zu laufen. Da hatten sich die Tage in der Regenwald-Lodge mit Zugang zu etlichen Kilometern Wanderwegen für uns schon gelohnt. Also sind wir auf der anderen Seite der Straßenschleife zurück zum Ort gefahren und haben noch einmal die Ausblicke auf die Kaffeefelder weiter unterhalb genossen.










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