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ZUCKERWASSER

An der Terrasse der Bellbird Lodge hängen diverse Feeder, die mit Zuckerwasser gefüllt sind. Feeder sind kleine Behälter mit roten oder gelben Blütenimitationen, die mit einer Mischung aus Zucker und Wasser im Verhältnis 1:4 gefüllt sind. Diese künstliche Nektarquelle ergänzt das natürliche Angebot an Blütennektar und lockt viele Arten an.

Wichtig ist, das Zuckerwasser regelmäßig zu wechseln, um Gärung oder Schimmelbildung zu vermeiden. Aber hier kommen täglich so viele Kolibris zum Trinken, dass schon am Mittag neues Wasser in die drei großen und die fünf kleinen Futterspender eingefüllt werden muss weil die kleinen Zungen alles ausgeschlüft haben. Pro Tag sind es hier über fünf Liter. Auch frisches Obst wird hier ausgelegt, was andere Bunte Besucher anzieht. Mehr Fotos dazu auf einer eigenen Seite.

Schon im April 2019 habe ich eine ganze Seite mit Fotos den Kolibris gewidmet, mehr dazu hier. Auf dieser Seite möchte ich nun die besten Kolibri Fotos aus 2025 zeigen. Das Hummbingbird Deck neben dem Coffee-House war zu dieser Jahreszeit eher eine Enttäuschung, um so mehr Vögel waren an der Bellbird Lodge.

In den nebligen Höhen des panamaischen Cloud Forests, etwa 2.000 Meter über dem Meeresspiegel, sind diese winzigen Juwelen immer wieder ein faszinierender Anblick. Durch die großen Scheiben kann man sie von Innen beobachten, ohne sie zu stören, während man Frühstück oder Mittagessen einnimmt.

Aber auch wenn man die Terrasse betritt, lassen sie sich kaum von Anflug auf die Feeder abhalten. Man kann sie natürlich auch an den Blüten sehen, die rund um die Lodge angepflanzt wurden. Oft lassen sie sich auf Zweigen nieder, wir konnten beobachten, dass einige der Vögelchen sogar Lieblingsplätze haben, die sie immer wieder anfliegen und gegen andere ihrer Art verteidigen.

Diese winzigen, schillernden Vögel sind ständig in Bewegung und auf der Suche nach energiereicher Nahrung. Kolibris sind territorial und können sehr aggressiv gegenüber Artgenossen sein. Größere Arten wie der Violetohr-Kolibri (Green Violet-ear, Colibri thalassinus) verteidigen den Feeder oft gegen andere Besucher, indem sie laut summend angreifen und Verfolgungsjagden in der Luft veranstalten.

Kleinere Kolibris wie die Weißkehlnymphe (White-throated Mountain-gem, Lampornis castaneoventris) versuchen oft, sich heimlich an den Feeder heranzuschleichen oder warten geduldig auf eine Gelegenheit zum Trinken.

Besonders beliebt bei Feurige Topas (Fiery-throated Hummingbird, Panterpe insignis), einer der farbenprächtigsten Kolibris der Region mit irisierendem grünen, blauen und orangefarbenen Gefieder. Beim ersten Besuch im April haben wir davon mehr gesehen als jetzt im Februar. Auffallend ist auch die Langschwanz-Sylphe (Violet-tailed Sylph, Aglaiocercus coelestis), die Männchen dieser Art besitzen einen langen, glitzernden Schwanz.

Dafür konnten wir den Violettkehl-Sternkolibri oder Magentakolibri gut fotografieren, die Männchen haben eine leuchtend pinke Kehle.

Trotz ihrer Winzigkeit haben Kolibris einen hohen Energiebedarf und besuchen die Feeder oft mehrmals pro Stunde. Zwischen den Mahlzeiten sitzen sie auf Zweigen in der Nähe, um Energie zu sparen, oder putzen ihr Gefieder.

Ich habe darauf verzichtet, die Bilder mit den richtigen Namen zu benennen. Meist findet man sie in den Vogelbüchern mit der Beschreibung des Aussehens und danach mit der englischen Bezeichnung wie Woodstar, Brilliant, Violet-ear, Sylph, Mountain-gem, Hummingbird, oder Sapphire. Sehr verwirrend für Nicht-Ornithologen. Immerhin füllen die Schwirrvögel im hier ausliegenden Vogelbuch von Panama ganze 18 Seiten.

















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