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Das Kogelberg Biosphere Reserve liegt im Herzen des Fynbosregion im Western Cape, am südlichen Ende der Hottentots Holland Mountains. Wir hatten es schon einmal im Jahr 2005 besucht, damals allerdings nur als Tagesgäste. Die Bilder und den Bericht davon findet Ihr auf der Seite Kogelberg Nature Reserve.
Im Jahr 2025 kamen wir wieder hierher, sehr viel verändert hat sich hier nicht. Diesmal kamen wir im Frühling und nicht nur für einen Tag. Zwei Nächte haben wir im schönen Palmiet Honeymoon Studio gewohnt, das endlich mal frei war, als wir die Rundreise gebucht haben.
Es ist benannt nach dem Palmiet River, einem der der wenigen größeren Flüsse im Westkap mit noch relativ natürlichem Charakter. Trotz seines natürlichen Erscheinungsbildes wird er aber auch auch wirtschaftlich genutzt: Mehrere Staudämme und Wasserumleitungen (u. a. Palmiet Pumped Storage Scheme) dienen der Stromerzeugung und Wasserversorgung für Kapstadt und Umgebung. Diese Eingriffe haben den natürlichen Abfluss verändert, was durchaus auch ökologische Herausforderungen mit sich bringt.
Der Palmiet River spielt eine wichtige Rolle auch für die natürliche Biodiversität. Er entspringt in den Hottentots-Holland-Bergen nahe Grabouw und fließt in südwestlicher Richtung, bevor er bei Kogel Bay in den Atlantischen Ozean mündet. Sein Einzugsgebiet liegt dabei überwiegend hier im Kogelberg Biosphere Reserve, wo er weitgehend unberührte Fynbos-Landschaften durchquert, die für ihre außergewöhnliche Pflanzenvielfalt bekannt sind.
Der Palmiet ist Lebensraum für endemische Fischarten und zahlreiche Amphibien, Vögel und Insekten. Im Frühjahr blühten bei unserem Besuch neben vielen kleinen Blüten besonders die Nadelkissen-Proteas (Pincushion Proteas). Daher sahen wir viele Sugarbirds, denn diese ikonische Vertreter des Cape Floral Kingdom stehen in einer engen ökologischen Beziehung zu diesen Pfanzen. Die robusten Fynbos-Pflanzen produzieren reichlich Nektar, der speziell auf Vogelbestäubung ausgerichtet ist. Meist sieht man sie in Gelb, es gibt aber auch welche in Orange oder sie blühen leicht rötlich.
Nadelkissen-Proteas gehören zur Gattung Leucospermum innerhalb der Proteaceae. Ihren deutschen Namen verdanken sie der auffälligen Blütenform: lange, nach außen gebogene Griffel erinnern an Stecknadeln in einem Nadelkissen. Beliebte Blüten auch für die Vase.
Das Cape Sugarbird (Promerops cafer) besitzt einen sehr langen, gebogenen Schnabel und extrem lange Schwanzfedern, besonders die Männchen. Die Vögel sind stark territorial während der Brutzeit und sie ernähren sich hauptsächlich von Nektar aus Proteas, insbesondere Nadelkissen-Proteas und König-Proteas (Protea cynaroides).
Im Garten rund um die Rezeption konnten wir noch einige andere schöne und blühende Protea-Arten bewundern und schöne Fotos machen. Im Reservat hatten andere Arten eine Menge Knospen, bei unserem Aufenthalt im Oktober blühten sie aber leider noch nicht.












Es gibt verschiedene Wanderwege im Reservat, von einfachen Pfaden bis hin zu Rundwanderwegen und anstrengenden 2-Tages-Touren mit Übernachtung in einfachen Hütten wie dem Oudebosch Trail. Ein Wanderpermit ist dafür erforderlich und man sollte gut vorbereitet sein. Das Wetter kann hier sehr schnell umschlagen, ganz besonders in höheren Lagen.
Wir entschieden uns auch beim zweiten Besuch hier für den Weg entlang des Palmiet River. Er ist ca 15 Kilometer lang und führt immer am Ufer des Flusses entlang. Obwohl es in der Nacht im Frühling hier recht frisch war, wurde es tagsüber doch ziemlich schnell recht heiß. Da kein Wind wehte, sind wir nicht den ganzen Weg gelaufen, sondern irgendwann umgekehrt, als der Weg ein Stück durch das steinige Flussbett führte und wir den Pfad verloren hatten.
Nur der erste Teil des Weges führt noch durch schattige hohe Büsche mit guten Gelegenheiten zur Vogelbeobachtung. Überall blühte im Frühling etwas am Wegrand. Der wunderbare, weiße Sand am Flussufer leuchtet hell in der Sonne und man steht alleine inmitten grandioser Landschaft. Malerisch plätschert das Wasser durch das grüne Tal, umgeben von Bergen.
Der Crystal Pools Trail ist 6 Kilometer lang und führt entlang des Palmiet River zu Felsbecken, in denen man auch baden kann.














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