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Stanford ist ein kleines, historisches Dorf im Overberg District der Western Cape Province, das wir schon von einem Besuch im Jahr 2005 kennen, als wir 14 Tage in Hermanus gewohnt haben. In den letzten 20 Jahren hat sich natürlich viel verändert und dann wieder doch nicht: Stanford ist immer noch so nett, ruhig und charmant wie wir es in Erinnerung hatten.
Im Jahr 2025 haben wir 3 Nächte ganz in der Nähe gewohnt, hatten das schöne Vineyard Cottage auf einer Öko Farm ganz in der Nähe gemietet: Goodluck Homestead. Von dort aus waren wir dann in Standford zum Lunch. Leider war das Wetter trüb und bedeckt, daher haben wir nicht sehr viele Fotos gemacht.
Der Ort liegt etwa 150 km südöstlich von Kapstadt, 16 km östlich von Hermanus und 22 km nordöstlich von Gansbaai entfernt. Also nicht direkt an der Küste, sondern am Klein River, einem ruhigen Fluss, der durch die Landschaft mäandert und für das Ortsbild prägend ist. So konnte es sich seine Ruhe bewahren, denn der Bauboom und der Tourismus findet eher direkt an der Küste statt.
In Standford leben ca. 4.800 Einwohner. Demographisch gemischt, Afrikaans ist die meistgesprochene Sprache, gefolgt von Xhosa und Englisch.
Stanford wurde im Jahr 1857 gegründet, auf dem Farmgebiet Kleine Riviers Vallei. Benannt wurde der Ort dann nach seinem Gründer Sir Robert Stanford, einem britischen Offizier und Farmer. Die frühe Geschichte des Ortes ist geprägt von Landwirtschaft und dem Wasser des Klein Rivers, der als lebenswichtige Ressource für Bewässerung und Transport diente. Die ursprüngliche Siedlung wuchs entlang seiner Ufer.
Dank der frühen und andauernden Erhaltung der historischen Bausubstanz, hier gibt es viktorianische, Edwardian und Cape Dutch-Revival-Gebäude und es wurde der alte Dorfkern als Heritage Area ausgewiesen. Die Stanford Conservation Trust und die Stanford Heritage Committee setzen sich seit den 1990er-Jahren für den Schutz des historischen Ortsbildes ein.
Stanford gilt als einer der am besten erhaltenen Dorfbilder im Western Cape und ist mit seinen Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert sogar offiziell als Heritage-Dorf anerkannt.
Die Straßen sind von Bäumen gesäumt, und im Dorfzentrum befindet sich ein Marktplatz, der noch immer als soziales und kulturelles Zentrum genutzt wird.
Die lokalen Wirtschaftsaktivitäten sind vielseitig, aber Tourismus bildet hier die Haupt Einnahmequelle. Es gibt Wochenmärkte, Kunstgalerien, Handwerksläden und Feste und kulinarische Events, die lokale Produzenten einbeziehen. Die wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich von einem Zustrom von Wochenendbesuchern und Auswanderern beeinflusst, die Lebensqualität und ländlichen Charakter schätzen. Schon bei unseren ersten Besuchen vor 20 Jahren gab es hier ausgezeichnete Restaurants und lokale Produzenten.
Der Klein River ist das Herzstück des Dorfes, die Ufer eignen für Naturspaziergänge entlang des Flusses, es gibt einen ausgewiesenen Wandelpad der auch durch das umliegende Overberg-Fynbos-Gebiet führt.
Nahegelegene Naturschutzgebiete wie Salmonsdam Nature Reserve liegen nur wenige Kilometer entfernt und bieten zusätzliche Möglichkeiten für Wanderungen und Naturbeobachtung, das haben wir aber bisher noch nicht besucht.
Wohnen kann man rundum in teuren Lodges, einfachen Cottages, auf Farmen oder im privaten Naturreservat.










Stanford ist Zentrum einer aufstrebenden Weinregion mit mehreren kleineren Weingütern, die Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Noir und Shiraz produzieren. Die Stanford Wine Route umfasst mehrere Weingüter mit Verkostungen und Farmerzeugnissen. Dazu gehören Raka Wines, das Springfontein Wine Estate und das Walker Bay Estate. Zusätzlich gibt es eine lokale Brauerei namens Birkenhead Brewery.
Vom Kreisverkehr der N42 führt die Hauptstraße in den Ort, hier findet man viele schöne Geschäfte, Kunstgalerien, Restaurants und einen Bottle Shop. Wir haben uns sehr gefruet, als wir am Anfang direkt eine Filiale der Ou Meul Bakery fanden. Hier kann man tolles Sauerteigbrot und Gebäck kaufen, frühstücken im Café und auch der Shop hat einiges zu bieten: von Gewürzen über Oliven, Bodylotion, Taschen, Marmeladen und auch Weine.
Etwas weiter die Straße rauf befindet sich eine Verkaufsraum mit leckerem Käse, den man auch probieren kann. Hier bietet Klein River Artesan Cheese auch nette gemischte Platten, von denen wir eine mitgenommen haben um sie am Abend zu verspeisen.
Zum Lunch waren wir dann im wunderbaren Madre Restaurant. Im Innenraum war es gemütlich, draussen leider etwas zu windig. Überall Kunst, die man auch kaufen kann und selbst hergestellte Dinge zum Verzehren oder Verschönern, auch Kosmetika.
Wir bestellten uns geräucherte Lachsforelle mit grünem Spargel und Chorizo Risotto mit Garnelen als Vorspeise. Dann hatte Michael Kabeljau auf Kartoffeln und Bohnen und ich ein leckeres Confit Duck leg. Für einen Nachtisch war leider kein Platz mehr, dazu bestellten wir uns je ein Glas Lomont Merlot Rosé der uns positiv überraschte. Er schmeckte ganz leicht und frisch und ein bisschen nach Lakritz.
Der Lunch im Madre hat uns ausgesprochen gut gefallen, wir haben uns sehr wohl gefühlt und auch der Service war nett. Hier kommen wir sicher noch einmal hin, wenn wir Oktober 2026 noch einmal in De Kelders im schönen Kleinzee Oceanfront Guesthouse wohnen werden.
Später fanden wir noch andere sehr leckere Weine von Lomond Wines bei Gansbaii, die werden wir sicher mal besuchen im nächsten Urlaub.












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