| Weltreisen | Kanada | Newfoundland | Gros Morne NP | Site-Map | HOME |
Bei der Fahrt entlang der Küste zurück nach Rocky Harbour kamen wir auch am vollen, großen Parkplatz vorbei, an dem der 3 km lange Fußweg zum Schiffsanleger am Western Brook Pond beginnt. Der flache Schotterpfad führt durch die charakteristische Küstenlandschaft des Nationalparks, vorbei an tiefen Mooren, niedrigen Wäldern und offenen Weiten. Der Western Brook Pond selbst ist ein heute vom Meer getrennter spektakulärer Süßwasserfjord, der von etwa 600 Meter hohen, steil abfallenden Felswänden eingerahmt wird. Die dramatische Kulisse und die im Fjord mündenden Wasserfälle machen diesen Ort zu einem der eindrucksvollsten Naturerlebnisse der Region.
Wir sahen den Einschnitt nur von weitem, denn an unserem ersten Tag präsentierte sich das Wetter von seiner besten Seite, doch die beliebten Bootsfahrten waren leider komplett ausgebucht. Am folgenden Tag schlug das Wetter um, sodass dichter Nebel und anhaltender Regen die Sicht stark einschränkten, daher haben wir keinen zweiten Versuch unternommen. Wir werden die Fahrt 2027 nachholen. Die ersten Bilder unten zeigen die Landschaft vom Viking Highway aus.
Eigentlich wollten wir vom Highway aus noch den einfachen Wanderweg um den Berry Head Pond laufen. Er ist nur 2 Kilometer lang und es gibt einen kleinen Parkplatz direkt an der Straße. Leider fuhr direkt vor uns ein Auto ab, das uns kurz zuvor überholt hatte, und stellte sich so unglücklich hin, dass wir mit dem etwas größeren Camper keinen Platz mehr fanden.
Spontan entschieden wir uns um und fuhren in Richtung Berry Hill Campground, der sich nördlich von Rocky Harbour etwas abseits vom Highway an der Route 430 befindet. Hier wollten wir eigentlich übernachten, haben aber vorab keinen Stellplatz mehr bekommen, alle 25 Sites mit Stromanschluss waren ausgebucht. Und da wir in Rocky Harbour einen ganzen Campingplatz für uns alleine hatten, sahen wir auch keinen Grund, noch für eine Nacht auf eine unserviced Site hierher zu wechseln.So kamen wir am Trailhead-Parkplatz kurz vorm Eingan des Campground an, hatten Glück und fanden noch einen Stellplatz für unseren Truck Camper.
Ab hier gibt es drei Wanderwege: Einer führt zu den Bakers Brook Falls, doch für den insgesamt 10 Kilometer langen Hin- und Rückweg war es schon zu spät. Zudem waren wir schon zu geschafft von den bereits besuchten Zielen, dem Lobster Cove Head Lighthouse und den anderen Stopps entlang der Küste. Den machen wir dann vielleicht 2027, wenn wir noch mal für 3 Nächte in Rocky Harbour wohnen.
Der zweite Weg führt 2,3 km flach rund um den Gull Pond, heißt aber Berry Hill Pond Trail. Dafür hätten wir aber nach der Karte auf alltrails.com erst noch einen halben Kilometer quer durch den Campground laufen müssen, auf Google Maps oder Osmand war der Trail nicht eingezeichnet. Das stimmt aber nicht, am Abend fanden wir auf Goggle Maps in der Satellitenansicht einen zweiten Zugang vom Kanu-Anleger, zwar auf dem Gelände des Campingplatzes, aber es zweigt hinter dem Eingang eine Straße links ab und führt nördlich an den Stellpätzen vorbei. Hier am Gull Pond gibt es wohl auch Biber.
An diesem späten Nachmittag entschieden wir uns dann spontan für den dritten Weg: den kleinen Berry Hill Trail, denn bei dem traumhaften Sonnenwetter wollten wir die Aussicht noch genießen. Für die 1,5 Kilometer braucht man eine knappe Stunde und muss knapp 50 Höhenmeter überwinden.
Der Pfad führt zunächst sanft durch dichten borealen Wald, wandelt sich jedoch schnell in einen recht steilen Aufstieg über Treppen und befestigte Felsstufen. Ab und zu lädt eine Holzbank zum Verschnaufen ein.
Auf etwa 124 Höhenmetern erreicht man den Rundweg um das Gipfelplateau dieses markanten Hügels, der wie ein steinerner Zeuge aus vergangenen Tagen über den flachen Küstenebenen aufragt. Zu Zeiten eines höheren Meeresspiegels, also unmittelbar nach der letzten Eiszeit, bildete diese Kuppe eine Insel. An ihren Flanken sind noch heute Felsen zu sehen, die vor 10.000 Jahren von Wellen glattgeschliffen wurden.
Oben angekommen belohnen entlang des Rundwegs einige durch Geländer gesicherte Aussichtspunkte mit einem fantastischen Panoramablick: Auf der einen Seite reicht der Blick weit über den Golf von St. Lawrence und die weiten Küstentiefländer, auf der anderen Seite türmen sich die steilen Hänge der Long Range Mountains und des Gros-Morne-Massivs eindrucksvoll auf. Sogar das Lobster Cove Head Lighthouse, das wir am Morgen besucht hatten, konnten wir von hier aus sehen.
Auch der Hummock Pond sowie der geschützte Gull Pond liegen einem hier oben malerisch zu Füßen. Einen Elch oder Karibus konnten wir selbst von hier oben leider nicht entdecken, auch andere Tiere haben wir hier leider kaum gesehen.
Die meisten Vögel konnten wir nur hören. Nur die ziemlich unscheue Weißkehlammer (Zonotrichia albicollis) ließ sich am Wegrand fotografieren. Ein nordamerikanischer Singvogel aus der Familie der Neuweltammern, der sich durch einen auffallend gelben Fleck zwischen Auge und Schnabel sowie eine weiße Kehle auszeichnet.
Am Ende des Rundwegs entlang der steilen Felskanten geht es über die selben Treppen des Aufstiegs wieder hinunter zum Parkplatz.




















Google Map zum Thema
| Weltreisen | Kanada | Newfoundland | Gros Morne NP | Site-Map | HOME |
| Datenschutz | Impressum |