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IN DEN SOUKS

Die meisten Besucher und Einheimischen bewegen sich zu Fuß durch die Medina von Marrkesch. Die engen Gassen beherbergen einige der lebhaftesten Märkte des Landes, es gibt Geschäfte, Handwerksbetriebe und kleine Restaurants auf engstem Raum. Sehr angenehm sind die Abschnitte, welche gegen die Sonne mit Schattendächern ausgestattet sind. Der Fußverkehr ist dicht und lebendig, aber irgendwie schlängeln sich hier alle an allen vorbei. Dazu kommen noch Fahrräder, Handkarren, Lastesel, Mopeds und Motorräder.

Vor allem in den Souks und in den mit Geschäften dicht gesäumten Straßen ist immer sehr viel los. Das laute "Balek!" - Achtung! - der Männer, die mit Handkarren Waren transportieren ist ein allgegenwärtiger Ruf. Wenn man diesen Ruf hört, sollte man sofort zur Seite treten um Platz zu machen.

Der Begriff "Souk" bezeichnet in der arabischen Welt einen Markt oder Basar. Die Souks von Marrakesch haben eine sehr lange Tradition, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Damals wurde Marrakesch als Handelszentrum gegründet. Händler aus ganz Nordafrika, dem Nahen Osten und Europa kamen hierher, um Waren zu kaufen und zu verkaufen. Die Struktur und Organisation der Märkte hat sich über die Jahrhunderte erhalten: Jeder Souk ist nach den Produkten oder dem Handwerk benannt, das dort verkauft wird. Daher findet man an vielen Stellen etliche Händler mit dem oft sehr gleichen Angebot immer nebeneinander, die ganze Gasse entlang.

Diese Aufteilung erleichtert aber auch die Orientierung, wenn man auf der Suche nach bestimmten Waren wie Gewürzen oder Metallwaren, Oliven oder Kleidung ist. Auserdem spiegelt es die Tradition der verschiedenen Zünfte wider, die im marokkanischen Handel eine große Rolle spielen.

Ein Besuch der Souks ist ein unvergessliches Erlebnis, das die Sinne anspricht. Die hungrigen Katzen sind auch hier in Marrakesch allgegenwärtig und die heimlichen Herrscher über die Souks. Sie streichen durch die Gassen, machen es sich auf Mopeds und in Teppichläden gemütlich und betteln, gerade zu Essenszeiten, in den Restaurants.

So wunderschön wir all die bunte Keramik, die Tajine, die Teppiche, die dicken Troddeln am Vorhang, die hangearbeiteten Metallampen und die bunten Kissen fanden: Bei uns zu Hause passt das alles vom Stil her gar nicht rein und der Platz ist leider auch begrenzt. Zu oft hat man auf Reisen schon zugeschlagen und marokkanische Lebensmittel gibt es auch in Köln.

So haben wir während der Rundreise nur ein nettes Steinkästchen und einen Teller mit versteinerten Orthoceras mitgenommen.

Hier in Marrakesch haben wir un sdann auf den Kauf von Gewürzen konzentriert. Im Souk el Attarine findet man Gewürze, Düfte, und Parfüms. Ein Paradies für Liebhaber exotischer Aromen und traditioneller marokkanischer Gewürzmischungen wie Ras el Hanout.

Wir haben unsere Gewürze im Mellah Spice Market gekauft, am Anfang des Jüdischen Viertels. Dort den ganzen Gang durchgehen, vorbei an all den Händlern. Am Ende nach links in die kurze Sackgasse. Dort ist ein Händler mit fairen Preisen, bei dem man nicht groß handeln muss. Er mahlt frisch in speziell dafür abgestellten elektrischen Profi-Gewürzmühlen Kurkuma und die Mischung für ein köstliches Ras el Hanout. Wir kauften noch mehr Safran aus einem Riesenbeutel, Süssholz und zum Berbertee bekamen wir auf Anfrage noch ein paar getrocknete Rosenblüten beigemischt. Mit zwei Tüten gingen wir dann zufrieden zurück ins Riad.

Mehr zum Thema Handeln findet Ihr auf der Seite Packtipps, Souvenirs, Handeln und Mobiles in Marokko.








Händler

Im Souk Semmarine ist es immer sehr voll. Dieser Souk ist einer der größten und lebhaftesten Märkte in der Medina. Hier beginnt oft der Rundgang durch die Souks, wenn man vom Djemaa el-Fna aus startet. Textilien, Stoffe, Kleidung, und Accessoires kann man hier kaufen.

Im Souk des Teinturiers gibt es die Grundlagen für textilien: Gefärbte Stoffe, Seide, und Wolle. Mit Glück können Besucher hier auch die traditionellen Färbetechniken der Handwerker beobachten.

Der Souk Haddadine ist vor allem am Abend schön, denn hier bekommt man Metallarbeiten wie Lampen, Teekannen und Schmiedearbeiten. Die Lampengeschäfte sind dann wunderbar erleuchtet, die Geräusche des Hämmerns und Schmiedens schaffen in diesem Souk eine besondere Atmosphäre.

Der örtliche Teppichmarkt nennt sich Souk Zrabia. Ein idealer Ort, wenn man sich traditionelle marokkanische Teppiche mit nach Hause nehemen will oder bei der Kunst des Teppichknüpfens einmal zusehen möchte. Wir haben allerdings vor Ort wenig Arbeiter gesehen, die meisten Teppiche werden sicher in den Dörfern eingekauft und nicht mehr hier vor Ort produziert. Es gibt Handgewebte Teppiche und Berberteppiche. Die Beni Ourain Teppiche stammen aus dem Atlasgebirge, insbesondere der Mittlere Atlas. Die Naturfarbene Wolle ist meist cremefarben, geschmückt mit geometrischen Mustern in Schwarz oder Dunkelbraun, wie Rauten oder Zickzack-Linien. Bei ihrem Ursprung aus dem Hochgebirge sind diese Teppiche ideal für kalte Klimazonen.

Azilal Teppiche mit ihren lebhaften Farben und asymmetrischen Mustern sind dünner und kommen aus der gleichnamigen Provinz. Dann findet man hier noch die Boucherouite Teppiche, hergestellt aus recycelten Stoffen wie Baumwolle, Wolle und Plastik. Sie eigenen sich auch gut als Dekoration oder Wandteppich.

Aus der Region Zanafi im Atlasgebirge kommen flachgewebte Teppiche, oft mit monochromen Streifen oder geometrischen Mustern. Tazenakht Teppiche sind sehr haltbar für Innenräume, eine Kombination aus Knoten- und Flachwebtechnik. Da findet man aufwendige Muster in leuchtenden Farben wie Rot, Orange und Gelb.

Einen weiterern Teil in der Medina nimmt der Souk Chouari ein. Hier bekommt man Holzarbeiten und geschnitzte Möbel. Fein gearbeitete Gegenstände aus Zedernholz und anderen Hölzern.

Im Souk des Bijoutiers gibt es Silber- und Goldschmuck, traditionellen Berberschmuck, sowie filigrane Designs und moderne Interpretationen. Auch Tuareg Formen sieht man hier und einiges kam mir verdächtig bekannt vor, die gleichen Designs hatte ich schon in Indien gesehen. Berberschmuck aus Silber ist besonders bei den Touristen beliebt und die Stücke werden oft mit Korallen, Türkisen oder anderen Steinen verziert. Auch hier fand ich es schwer zu sagen, ob es sich um authentische Stückee handelt. Vieles kennt man ähnlich aus Nepal. Beim Kauf von Silberschmuck achtet man auf das 925-Prüfzeichen, das man oft vergeblich sucht.

Natürlich gibt es eigene Ecken, in denen nur Oliven verkauft werden - sowohl frisch als auch eingelegt, als Tapenade oder mit Paprika oder Mandeln gefüllt in Schraubdeckelgläsern - einen Lebensmittel-Souk für die Einheimischen, einen Henna Souk, Kupferwaren, Musikinstrumente, Plastik, Korbwaren, Touristenkitsch und einen Antiquitäten-Souk für Antike Möbel, traditionelle Lampen, Teekannen, Textilien und andere historische Artefakte, vieles auch aus ganz Afrika importiert, alt oder auf alt gemacht - wer kann das immer so sagen.

Zu guter Letzt sollte noch der Souk el Kebir erwähnt werden. Marrakesch ist berühmt für seine hochwertigen Lederprodukte, leider ist das Design meist nicht so ganz mein Geschmack. Aber hier bekommt man Lederwaren wie Taschen, Schuhe, und Gürtel.

Wenn man beim Bummeln hungrig oder durstig wird: Mittendrin findet sich oft ein Mini-Supermarkt oder Kiosk oder eine kleine Bäckerei mit angeschlossenem Laden, da gibt es bei Bedarf Kekse, Nüsse, Eis und Getränke zu lokalen Preisen.










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