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DADÉS‑TAL

Nachdem wir das Tal der Rosen besucht hatten fuhren wir weiter in die Nachbarschlucht Dadés. Hier hatten wir zwei Nächte im Hotel Chez Ichou gebucht.

In diesem Teil von Marokko ist es wesentlich touristischer, das Tal steht auf den meisten Touren zusammen mit der benachbarten Todra-Schlucht auf dem Programm. Aber nicht alle übernachten hier und der Haupt-Touristenstrom endet meist an den berühmten Felsformationen mit "Monkey Finger" und "Monkey Paws".

Das Dadès-Tal, oft als "Tal der 1000 Kasbahs" bezeichnet, zählt sicher zu den am meisten besuchten Landschaften in Marokko. Es erstreckt sich bis zu den Ausläufern des Hohen Atlas und bietet eine atemberaubende Kulisse aus zerklüfteten Felsformationen, grünen Oasen und traditioneller Berberarchitektur.

Die Zufahrt zum Tal beginnt als Abzweig von der N10 beim Ort Boumalne Dadès. Bis zu dem Aussichtspunkt an den Felsformationen sind es nur 18 Kilometer, aber entlang dieser Strecke fndet man eine dichte Bebauung und viele Gästehäuser mit Dachterrassen und Ausblick in die Landschaft, Restaurants und Souvenir Shops.

Das Tal wird durch den Dadès-Fluss geprägt, der sich wie ein glitzerndes Band durch die karge, meist rötliche Landschaft schlängelt. Entlang des Flusses liegen grüne Palmenhaine und Obstgärten, die einen starkem Kontrast zu den trockenen Berghängen bilden. Typisch sind auch die imposanten Lehmbauten, sogenannte Kasbahs, die aus der Landschaft hervorragen.

Eine Kasbah ist eine Festung, die sich sowohl innerhalb als auch außerhalb von Städten befinden kann. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff Kasbah auch auf die aus Stampflehm errichteten Festungsanlagen der Berberfürsten im Süden Marokkos übertragen. Viele der alten Kasbahs wurden mittlerweile schön restauriert und in Hotels umgewandelt. Aber nicht alles, was sich hier am Wegrand Kasbah nennt ist auch eine, viele Hotel-Neubauten im traditionellen Kasbah-Stil tragen den Beinamen Kasbah.

In diesem Teil des Tals befinden sich mehrere sehenswerte Dörfer wie Aït Youl und Aït Arbi mit traditionellen Wohnburgen, den Tighremts.

Die Felsformationen "Monkey Paws", oft als "Monkey Finger" bezeichnet, sind eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten im Dadès-Tal in Marokko. Diese einzigartigen geologischen Formationen befinden sich in der Nähe des oberen Abschnitts der Dadès-Schlucht.

Die Felsformationen verdanken ihren Namen ihrem markanten Aussehen, das an überdimensionale Finger oder Pfoten erinnert, die aus den Berghängen ragen. Die Felsen bestehen aus sedimentärem Gestein, das über Jahrtausende durch Wind, Wasser und Temperaturschwankungen erodiert wurde. Der Wechsel zwischen weichem und hartem Gestein führte zu den auffälligen Stufen und Rundungen.

Besonders gut sieht man sie am späten Nachmittag im goldenen Licht. Es gibt eine Plattform, an der man halten kann und die Felsen bewundern. Hier wird man aber nie in Ruhe gelassen, denn die Umgebung lädt zu kurzen oder längeren Wanderungen ein. Kleine Pfade führen durch die Schluchten und ermöglichen es, die Formationen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Dazu bieten sich hier zahlreiche Guides an, ein dicker Junge bettelte ziemlich penetrat um Chips und verfolgte uns bis zum Auto.

Wir haben hier am Morgen und am Abend nur ein paar Fotos gemacht und auf eine Wanderung verzichtet, denn wir wollten statt dessen mit dem Auto die obere Dadés-Schlucht erkunden, der ich eine eigene Seite gewidmet habe.








Serpentinen von Tissadrine

Vom Aussichtspunkt der Monkey Paws fährt man noch gut 6 Kilometer weiter bis zu unserem Hotel, danach sind es noch einmal weitere 5 Kilometer zu einem weiteren sehr bekannten und beliebten Fotomotiv im Dadés-Tal: den Serpentinen von Tissadrine.

Auf dem Weg dorthin kommen die steilen Felswände immer näher und man fährt durch kleine, dicht besiedelte Orte. Da das Flusstal für hier für die Straße zu eng wird schlängelt sich die Straße dann in engen Kehren den Berghang hinauf und bietet atemberaubende Ausblicke zurück ins Tal. Die Straße wurde kunstvoll in den Fels geschnitten und besteht aus einer Reihe sehr enger Kurven, die ein Abenteuer für jeden Autofahrer darstellen. Der Kontrast zwischen der kargen Umgebung und der scheinbar endlosen Reihe von Kurven ist beeindruckend.

Besonders beliebt sind die Kehren bei Motorradfahrern, große Reisebusse kommen hier gar nicht erst hin. Somit nimmt der Tourismus spätestens ab hier ab, wenn man oben angekommen ist.

Am oberen Ende der Serpentinen befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem aus man die gesamte Straße in ihrer beeindruckenden Zickzack-Form sehen kann. Es ist ein beliebter Ort für Fotografen, leider ist der mit zwei Klötzen, nämlich dem Hotel Timzillite und dem Café-Restaurant Chez Mohamed zugebaut. Die beste Sicht hat man sicher hier von der Terrasse, aber zuvor muss man auf dem davor liegenden Parkplatz an Händlern und Kamelen vorbei, mit denen man sich fotografieren lassen soll. Das Essen hier hat keinen guten Ruf, wer in Ruhe die Serpentinen betrachten möchte sollte hier besser nur was trinken.

Nach den Serpentinen führt die Straße weiter zu den spektakulären Schluchten des Dadès. Gleich links schaut man herunter auf den Fluss, der sich hier durch enge Felsen zwängt. Dahinter wird es dann sehr ruhig, meist mit einheimischen Verkehr und nur wenige Mietwagen, Motorradfahrer oder Touristen mit Fahrer sind hier unterwegs. Mehr dazu hier.











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