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Wir hatten schon versucht von der Oase Skoura aus über die Berge das Tal der Rosen zu besuchen, denn Googöe Maps hatte uns hier eine Querverbindung angezeigt, also fuhren wir in die Berge hinauf bis nach Asaka Kantoula. Leider existierte die Verbindung gar nicht mehr, wo der Abzweig sein sollte war eine Kurve mit Leitplanke an der neuen Straße. Alles was auf der entsprechenden Seite der Straße weiter über die Berge führte war augenscheinlich schmal und steinig mit einer Tendenz zum Maultierpfad. Wenn, dann waren diese Wege nur mit Allrad zu bewältigen. Also mussten wir den gleichen Weg über 50 Kilometer wieder zurück fahren. Auf diese Weise haben wir aber ein Tal erkundet, in dem es noch sehr ürsprüngliche Dörfer, keinen Verkehr und keine Touristen gibt.
Ganz anders ist es im sehr bekannten Tal der Rosen, dem Ighil M'Gouna. Die vielen Reisegruppen kommen seltener hierher als ins benachbarte Dadès-Tal oder in die Todra-Schlucht. So wird das Vallée des Roses in der Region Souss-Massa-Drâa eher von Individualtouristen besucht, die in den kleinen Gästehäusern wohnen.
Wir haben hierher nur einen Tagesausflug gemacht, auf dem Weg von der L'Ma Lodge zum nächsten Hotel, dem Chez Ichou.
Das malerische Tal ist bekannt für den Anbau der Damaszenerrosen (Rosa damascena) und für seine Rosenprodukte, die man hier in kleinen Shops der Kooperativen kaufen kann. Die hier kultivierten Damaszenerrosen sind bekannt für ihren sehr intensiven Duft, sie werden hier seit Jahrhunderten angebaut und ist ideal für die Herstellung von ätherischen Ölen, Rosenwasser und Kosmetika. Die Rosen stammen ursprünglich aus dem Nahen Osten und wurden bereits im Altertum für ihre außergewöhnliche Schönheit und den intensiven Duft geschätzt. Heute wird sie vor allem für die Herstellung von Rosenwasser und Rosenöl kultiviert. Ätherisches Rosenöl ist eines der teuersten ätherischen Öle weltweit, ich persönlich mag den Duft nicht so gerne, daher habe ich nichts gekauft.
Da wir außerhalb der Blütezeit unterwegs waren, haben wir keine einzige Rose im "Tal der Rosen" gesehen, denn die werden nach der Blüte alle rigoros zurückgeschnitten. Sie blühen im Frühling, meist zwischen April und Mai, das ist abhängig von den Wetterbedingungen. Während dieser Zeit verwandelt sich das Tal in ein Blütenmeer in zarten Rosa- und Pinktönen und dann kommen natürlich auch wesentlich mehr Touristen hierher.
Die Rosen werden früh morgens von Hand geerntet, um ihre ätherischen Öle zu bewahren. Es wird geschätzt, dass jährlich etwa 3.000 bis 4.000 Tonnen Rosenblüten geerntet werden, nicht nur hier im Tal, auch weiter unten in der Ebene. Während die Knospen getrocknet und als Badezusatz oder Tee verkauft werden, gelangen die geöffneten Blüten in die Destillationsanlage. Für einen Liter hochwertigen Rosenwassers benötigt man ungefähr zwei bis drei Kilogramm Rosenblüten. Dies gilt besonders für die traditionelle Destillation, bei der sowohl das ätherische Öl als auch die wasserlöslichen Stoffe extrahiert werden. Für die Gewinnung von reinem ätherischen Rosenöl ist der Bedarf deutlich höher. Hier sind etwa 3.000–5.000 Kilogramm Rosenblüten notwendig, um einen Liter ätherisches Öl zu produzieren. Dieses Öl wird oft mit Wasser verdünnt, um Rosenwasser herzustellen.
Den krönenden Abschluss der Erntesaison bildet das alljährliche Rosenfest, das Anfang Mai in Kelâa M’Gouna gefeiert wird. Dann gibt es Musik- und Tanzvorführungen, eine Parade und die Wahl der Rosenkönigin.
Uns hat das Hochtal auch in der Nebensaison gefallen. Die Straße, die hindurch führt, ist landschaftlich spektakulär und bietet eine Mischung aus landschaftlicher Schönheit und einigen kulturellen Highlights am Wegesrand. Allerdings sind wir hier auch die gleiche Strecke zwei Mal gefahren, unser Wendepunkt lag ein Stück hinter dem hübschen Ort Bou Tharar.
Hier wollten wir eigentlich im Gite le Calme Café Restaurante eine Pizza essen, da war aber niemand und wir hatten auch gar keinen Hunger nach dem sehr üppigen Frühstück im Hotel.
Das Tal erstreckt sich entlang des Flusses Asif M’Goun zwischen den Städten Boumalne Dadès und Kalaat M’Gouna, eingebettet in die Ausläufer des Hohen Atlasgebirges. Wo Wasser ist, da ist Leben, dazu gibt es noch jede Menge sehr interessante Felsstrukturen und Felsen zu bewundern.
Kelaat M’Gouna ist der Zugangsort und gleich am Anfang nach kurzer Fahrt kommt man an einer verlassenen Kasbah vorbei. Kurz danach folgt ein verfallenes Fort namens Kalaat Mgouna. Man kann beides von der Straße aus fotografieren, dann geht es weiter in Richtung Tabarkhacht.
Im kleinen Ort Hadida befindet sich die Kasbah des Roses, in der man bei Interesse eine Rosendestille besichtigen kann. Sie öffnet von etwa 10. April bis 20. Mai ihre Pforten für Besucher aus der ganzen Welt, aber im Rest des Jahres kann man hier auch Rosenerzeugnisse mit Bio-Zertifizierung kaufen.
Die Straße folgt dem Flussbett, das hier von steilen, ockerfarbenen Felsen gesäumt ist und Wasser führt. Auch Tourbist ist ein ursprüngliches Dorf, Baumstämme für den Hausbau lagen hier zum Trocknen in der Sonne am Straßenrand. Am Ende der Route gelangt man nach Bou Tharar, sicherlich eine der schönsten Ortschaften hier im der Tal der Rosen.
Der Rosenanbau erstreckt sich über zwei verschiedene Zonen. Das erste Anbaugebiet beginnt etwa 10 km von Kelaat M’Gouna und erstreckt sich über weitere 10 km bis nach Boumalne Dadès. Das zweite Anbaugebiet ist bedeutender und von größerem touristischen Interesse. Es erstreckt sich von Kelaat M’Gouna entlang der Straße bis hinauf nach Bou Tharar Das sind etwa 30 Kilometer ununterbrochener Rosenanbau an einem Wadi entlang. Dieses grüne Tal, eingebettet am Fuße eines Canyons mit verschiedenen Ockertönen, ist auch bei Wanderern sehr beliebt. Mit Führer kann man hier verschiedene Schluchten besuchen wie die Agouti Schlucht oder die Aitmrou Schlucht oder sogar auf den zum Gipfel des Ighil M’Goun klettern.
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