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CASA MADRE TIERRA

Zum ersten Besuch im Jahr 2019 in El valle de Anton kamen wir durch Zufall, beim zweiten Besuch am Anfang vom Urlaub 2025 wohnten wir mitten im Ort in der Villa Victoria, wo wir viele Vögel im Garten sahen und das gegenüber liegende Schmetterlingshaus besuchten.

Da uns der Rückweg vom Westen der Azuero Halbinsel bis nach Gamboa zu weit war, suchten wir nach einem schönen Ort zur Zwischenübernachtung. Die verbaute Küste in diesem Bereich konnte uns wenig reizen und so kamen wir noch einmal nach Valle de Anton in etwas kühleres Klima, bevor wir zur letzten Station ins feuchtheisse Gamboa fuhren.

Denn wir hatten die Casa Madre Tierra entdeckt. Da wir den Ort schon kannten, wollten wir hier nur zwei Nächte mit Spazieren gehen und gepflegtem Abhängen verbringen und dafür war das genau der richtige Ort.

Casa Madre Tierra ist ein exklusives Boutique-Hotel mit 4 Sternen ein bisschen außrehalb vom Ort El Valle de Antón, das durch seine einzigartige Architektur und künstlerische Gestaltung besticht. Inspiriert von der ländlichen Architektur Nordeuropas, zeichnet es sich durch zum Teil unverkleidete Mauerwände und sehr hohe Dächer aus, was den Gästen eine ruhige und entspannende Atmosphäre und ein schönes Raumgefühl bietet.

Dazu trägt vor allem auch der Garten bei, der mit allerlei gemütlichen Sitzecken ausgestattet ist. Ein kleiner Außenpool lädt zum Abkühlen und gemütliche Liegen daneben zum Relaxen ein, bunte Schwimmhilfen treiben auf dem Wasser. Es gibt einen Teich mit hübschen Koi-Karpfen und überall stehen zahlreiche Skulpturen und Kunstwerke aus der privaten Sammlung der Eigentümer. So viele verschiedene Vögel wie im Zentrum haben wir hier aber leider nicht gesehen.

Kunst gibt es hier überall, wohin das Auge blickt. Sie stammt aus aller Welt und im Inneren des Hauses wird besonders viel religiöse Kunst, das muss man schon mögen. Aber auch aus Asien und Europa stammen einige Stücke, in wilder Kombination präsentiert, dennoch ergeben sie ein meist harmonisches Gesamtbild. An vielen Exponaten ist die Herkunft auf einem kleinen Sticker erklärt und auf einige wertvolle antike Stühle sollte man sich nicht setzen. Ein bisschen lebt man hier wie in einem Museum.

Zentrum der Anlage ist der oberhalb des Haupthauses gelegene seperate, riesige Aufenthaltsraum voller Gemälde und Sitzgelegenheiten, hier führt eine Tür nach Nebenan in die privaten Räume der Besitzer. Das Octagon ist 110 Quadratmeter groß und hat eine Deckenhöhe von 9,5 Metern. Es ist mit vielen Kunstwerken bis zur Decke geschmückt und hat diverse dekorierte Nischen. Von der Veranda entlang der Eingansseite hat man einen schönen Blick über den Garten und den Koi-Teich.

Auch ein Wellnessangebot wird im Haus angeboten, für Entspannung sorgt ein Spa-Bereich mit einem Massageraum, in dem verschiedene Behandlungen angeboten werden. Der lag direkt gegenüber von unserem Zimmer und direkt nebenan befand sich ein sehr hübsch eingerichteter Baderaum mit einer Badewanne. Aber dieses Angebot haben wir hier nicht genutzt.

Wi-Fi war natürlich kostenlos, schnell und funktioniert fast überall auf dem Gelände sehr gut.

Doch um wieviel mehr begeistert die schönste Umgebung, wenn auch der Service dazu stimmt. Der heisst hier Cesar, wir wurden von ihm begrüsst, er zeigte das Zimmer und das Anwesen. Dazu servierte er am Morgen das Frühstück, am Abend das Essen und den Wein und öffnete bei Ankunft, egal wann, immer die verschlossene Eingangstür. Eine Ein-Mann-Show auf höchstem Service-Niveau. Sonst sahen wir nur ein paar Damen vom Housekeeping und den Gärtner.

Casa Madre Tierra bietet eine harmonische Kombination aus Kunst, Komfort, Service und Natur, die den Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt in El Valle de Antón beschert.




Lage

Die Casa Madre Tierra etwas entfert vom Ort El Valle de Anton direkt an der Zufahrtsstraße 71. Wenn man abbiegt, dann befindet man sich nach einigen Metern vor der Eingangstür auf den hauseigenen Parkplätzen davor. Es gibt keine direkte Nachbar-Bebauung, nur Wiesen, Wald und Sträucher. Die Hauptstrasse nach El Valle kann manchmal ein wenig laut sein, vor allem wenn gerade ein LKW vorbei fährt, aber in der Nacht ist es meist ruhig.

Das Hotel befindet sich in Los Llanitos, etwa 1,6 km vom Zentrum von El Valle de Antón entfernt, und ist somit ein idealer Ausgangspunkt, um die umliegende Natur und Sehenswürdigkeiten zu erkunden.




Zimmer

Das Hotel verfügt über sieben Deluxe-Doppelzimmer, eine Suite und zwei Deluxe-Familienvillen. Alle Zimmer sind elegant-minimalistisch eingerichtet und mit allen modernen Annehmlichkeiten ausgestattet, die den Gästen einen komfortablen Aufenthalt bieten.

Wir hatten einen 25 m² großen Raum mit zwei Queen Betten und schliefen hier ausnahmsweise einmal voneinander getrennt. In den Betten mit maßgefertigten Memory Foam-Matratzen und Baumwollbettwäsche haben wir sehr gut geschlafen.

Es gibt auch ein Zimmer mit einem Kingsize-Bett, aber das war so viel teurer - das haben wir nicht eingesehen und die Differenz lieber in Essen investiert. Die Aussicht aus den Zimmern ist nicht schön und es ist recht dunkel im Inneren, wir blickten auf Bambushain mit der Zufahrt zum Haus der Eigentümer oberhalb. Dafür lag der Raum nicht in Richtung Straße und die Nacht war sehr ruhig, wir wurden von den Vogelstimmen geweckt.

Pablo Cassullo, ein argentinischer Künstler, schuf eine Sammlung von Werken mit dem Titel "Gladys Wait" und in jedem Zimmer ist ein Werk aus dieser Sammlung ausgestellt. Sonst gibt es wenig Deko im Zimmer, ein krasser Gegensatz zum gesamten Haus, dessen Flure voll sind.

Das Bad war sehr schön, mut guter Dusche und Ablageflächen. Es gibt Pflegeprodukte, einen Föhn und im Zimmer einen Safe. Die Klimaanlage funktionierte auch sehr gut, das Fenster im Bad ist mit einem Fliegengitter davor immer geöffnet.

Auf Grund der feuchten Luft gibt es hier keine Kleiderschränke, sondern nur einen offenen Kleiderständer mit Gitterablagen. Das Housekeeping kommt täglich und macht die Zimmer, das ist nicht mehr selbstverständlich in Panama.



Frühstück

Das Frühstück ist in der Übernachtung inbegriffen und wird am Morgen zwischen 7:00 und 10:00 Uhr stilvoll im Garten mit Blick ins Grüne an weißen Gußeisen-Tischen mit gepolsterten Stühlen serviert. Natürlich von Cesar, der alles an den Tisch bringt.

Es gibt eine Auswahl an Eierspeisen, die man wählen kann. Dazu frischen Orangensaft und Kaffee, eine kleine Auswahl an Obst, eine Schale mit verschiedenen Käse- und Wurstsorten und ein kleines Schälchen mit Joghurt und extrem leckeren Granola mit Rosinen.

Natürlich standen auch Brötchen, Marmelade und Milch auf dem Tisch und das Rührei wurde mit gestoasteten Brotscheiben serviert.

Wenn man sich am Nachmittag oder am Abend nach dem Essen noch einen wundervollen Capucciono bestellte, dann bekam man ein kleines, sehr leckeres "Schweineohr"-Gebäck dazu.



Essen

Das hauseigene Restaurant hatte seine Speisekarte an der Rezeption liegen und nach einem Blick darauf beschlossen wir, hier direkt am ersten Abend zu essen. Denn das gastronomische Angebot in El Valle kannten wir ja schon vom Aufenthalt ein paar Wochen zuvor. Hier kocht laut eigener Aussage der chilenisch-deutsche Küchenchef Stephan Antebach, den wir aber nicht gesehen haben.

Essen kann man von 18:00-22:00 Uhr, Freitags und Samstags werden auch auswärtige Gäste empfangen und das Oktagon kann man für Vernstaltungen mieten.

Die Küche hier bietet den Gästen einige kulinarische Genüsse in einem gemütlichen Ambiente, mehrere Tische sind am Abend schön eingedeckt, so dass man sich aussuchen kann, wo man am liebsten sitzen möchte. Um es vorab zu sagen, wir waren am ersten Abend so begeistert vom Essen, dass wir gleich am zweiten Abend noch einmal hier waren. Die Karte bot genug Auswahl und wir wussten, dass das Essen im Gamboa Rainforest Ressort wesentlich schlechter sein würde. So war dies hier unser Abschiedessen in Panama.

Nicht nur die Speisekarte überzeugte, auch die Weinauswahl traf genau unseren Geschmack. Vorab wurden Oliven, Pistazien und ein cremiger Kase mit kleinen Toastbrotscheiben serviert.

Dann hatte Michael als Vorspeise am Abend ein ganz hervorragendes Thunfischtartar auf Avocado und Ananas und dann als Hauptspeise einen so hervortragend zubereiteten Thufisch, perfekt medium rare, dass er noch lange danach davon schwärmte. Als ich das Gleiche am nächsten Tag bestellen wollte, gab es leider keinen Thunfisch mehr.

Man kann sich hier zu den Hauptspeisen immer die Beilagen aussuchen: Kürbisrisotto, kleine Kartoffeln, Gemüse, Salat oder Fritten gibt es zur Auswahl. Michael wählte Kartoffeln.

Auch mein Essen war sehr lecker, beginnend mit einer Pistziencreme. Eine Art kalter, dicker Pistaziensuppe - köstlich. Danach hatte ich mich für den Lachs entschieden, der mit Maracuja-Salsa glasiert war und dazu das Kürnbisrisotto. Dazu tranken wir eine Flasche Luigi Bosca Sauvignon Blanc aus Argentinien für 30 Dollar und als Nachtisch hatte Michael noch einen Kaffee, ich war satt. Die Rechnung betrug an diesem Abend ohne Trinkgeld 102,55 Dollar.

Am zweiten Abend hatte ich mich für einen Salat aus Ananas und Avocado entschieden und Michael hatte die Tagessuppe mit Kürbis. Danach bestellten er das Rinderfilet mit Chimichurri, eine reichliche Portion erstklassiges Fleisch, ebenfalls perfekt zubereitet und ich konnte einem Schweinekottelett mit Ananas-Chutney nicht widerstehen, mal was anderes. Dazu Gemüse für Michael und Fritten für mich und einen Catena Malbec aus Artgentinien für 36 Dollar als Weinbegleitung.

Zum Nachtisch schafften wir noch zwei Kaffee, dann kam die Rechnung: 107 Dollar.

An den beiden Abenden sassen wir an unterschiedlichen Tischen und wurden hervorragend von Cesar bedient sowie von der lieben Hauskatze bespaßt.





Fazit

Ein schönes Haus mit erstklassigem Ambiente und Service.

Im Februar 2025 waren wir für 2 Nächte hier.

Hier ist ein Link zur Casa Madre Tierra.

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