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Auch in 17 vorherigen Urlauben in Südafrika waren wir noch nie in McGregor und das war ein Fehler. Die kleine Stadt in der Lokalgemeinde Langeberg liegt in den Sonderendbergen in einer Art Sackgasse. Sie ist auf einer Landstraße von den Städten Robertson im Norden und von Riviersonderend im Süden aus erreichbar. Da McGregor am Ende der Straße liegt, blieb es von modernem Durchgangsverkehr und industrieller Entwicklung verschont, nur einige LKW der Farmen waren unterwegs.
Die Ortschaft wurde im Jahr 1861 als Siedlung unter dem Namen Lady Grey gegründet. Viele Jahre lang lebten hier um die 50 Einwohner. Um Verwechslungen mit der Stadt Lady Grey nahe Aliwal North zu vermeiden, wurde der Name dann 1905 geändert und nach Reverend Andrew McGregor (1829–1918) beannt. Er war 40 Jahre lang Pastor des Distrikts Robertson. Fünf Jahre nach seinem Rugestand wurde McGregor im Jahr 1907 der Stadtstatus verliehen.
Eigentlich kamen wir über die schöne Unterkunft Lucky Crane Villas Hierher und sowohl unser Cottage Rock Martin als auch der fußläufig gelegene kleine Ort haben uns Herz im Sturm erobert. Für 2026 haben wir noch mal 3 Nächte hier eingeplant, denn wir haben bei weitem nicht alles geschafft.
McGregor ist heute das am besten erhaltene und vollständigste Beispiel für eine Stadt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Kapprovinz. Hier findet man traditionelle, weiß getünchte und reetgedeckte Häuser in ruhigen Straßen, umgeben von Bergen, Wildtieren, Naturreservaten, Feldern und Weingütern.
Wanderfreunde lieben Rooikat- und Boesmanskloof-Trails mit ihren 13 bzw. 14 km Länge, anspruchsvollere Touren durch bergiges Gelände mit spektakuläre Ausblicken. Auch Mountainbiker kommen gerne hierher um die Umgebung zu erkunden.
Der Kleinberg-Trail ist vom Ort aus bequem zu Fuß erreichbar und bietet eine einfache, zweistündige Wanderung durch die umliegenden Hügel. Wer sich für Esel interessiert, der sollte das Eseltjiesrus Donkey Sanctuary besuchen. Es liegt direkt vor der Ortseinfahrt.
Das Vrolijkheid Nature Reserve wird von Cape Naturte verwaltet, hier waren wir wandern und ich habe ihm eine eigene Seite gewidmet.
Das Dorf liegt am südlichen Ende der Robertson Wine Valley Route und beherbergt einige Weingüter in der Umgebung. Dank der sonnenverwöhnten Böden bringt das Terroir des McGregor-Tals und seiner Hänge hochwertige Weine hervor. Zu den Weingütern der Region gehören Tanagra Wines, Lord's Wines, McGregor Winery und Bemind Winery.
Das Dorf teilt das Klima der Kleinen Karoo: heiß im Sommer und kühl bis frostig im Winter, wenn es regnet und gelegentlich auf den umliegenden Hügeln Schnee in der Sonne glitzert. Es ist fruchtbares Ackerland, das Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Siedler anlockte.
McGregor ist der Inbegriff der Entspannung, weit weg vom Stadttrubel, mit Sandstraßen am Ortsrand und einem langsamen Tempo. Gerade diese spürbare Abgeschiedenheit hat dazu beigetragen, einige der schönsten Bauwerke des 19. Jahrhunderts im Westkap zu erhalten. Wenn man hier durch die Straßen geht wird man von allen freundlich gegrüßt und stoppt auch mal für ein Schwätzchen mit wildfremden Menschen. Über 80% der knapp über 3.000 Einwohner sprechen Afrikaans als erste Sprache.











McGregor ist ideal für Weinliebhaber und Ruhesuchende, die lokale Kunst und handwerkliche Produkte in kleinen Shops und Cafés finden konnen. Ein Bummel durch die kleinen Läden lohnt sich. So fanden wir im bunten Shop How Bazaar unterschiedlichste Schätze. Viele Künstler, Handwerker und Musiker leben hier, was sich in Galerien und kleinen Ateliers widerspiegelt. Kettenläden und Fast-Food-Restaurants sucht man hier vergebens. Dafür gibt es eine Waldorf-Schule.
Es gibt auch einige Restaurants im Ort, die oft eine Mischung aus gehobener südafrikanischer Küche und einfachen Gerichten. Leider hattenw wir etwas zu viel eingekauft in diesem Jahr und die Küche im Cottage war gut ausgestattet. So waren wir am Abend meistens zu Haus, sind erst mal im Hotpool zum Sonnenuntergang gewesen und haben dann mit den restlichen Lebensmitteln gekocht.
Beim nächsten Besuch werden wir vorher weniger einkaufen und dann auch mal die örtliche Gastronomie testen. Dieses Mal waren wir noch einmal in unserem Leiblingsrestaurant in Bonnievale, dem Kapokbos auf der Weinfram Weltevrede zum Mittagessen. Da sind wir über die Gravel Road im Südosten von McGregor hingefahren, vorbei an Feldern und Farmen.
McGregor Pharmacy and General Dealer ist der "Tante-Emma-Laden" des Dorfes für das Nötigste. Großeinkauf macht man besser in Robertson.
Obwohl das Dorf wie alle anderen auch tiefgreifende Veränderungen erfahren hat, hat es sich seinen einzigartigen architektonischen Charakter und seine besondere Atmosphäre bewahrt. Aus diesem Grund setzt sich die McGregor Historical Society für den Schutz des architektonischen Erbes ein, um die Kulturlandschaft von McGregor zu erhalten. In den Straßen sieht man noch die alten Wasserläufe, hier Leiwater genannt, ein Bewässerungssystem aus dem 19. Jahrhundert, das bis heute die Gärten des Dorfes speist.
McGregor ist berühmt für seine kapländische Volksarchitektur. Ein Spaziergang durch die Straßen, insbesondere die Voortrekker Street, ist wie der Besuch eines lebendigen Museums. Das Stadtbild wird von traditionellen, weiß gekalkten Häusern mit Reetdächern geprägt. Viele dieser Gebäude stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein hübsches kleines Anwesen stand gerade zum Verkauf, das hätte uns gefallen. Auch das am Südrand liegende ehemalige Township ist sehr gepflegt, neuere Häuser dort haben sogar 2 Etagen.
"Die Trein" sind eine markante Reihe von drei zusammenhängenden Häusern, die früher für Gottesdienste genutzt wurden und heute ein Wahrzeichen des Ortes sind. Die Niederländisch-reformierte Kirche im Zentrum bildet den architektonischen Mittelpunkt des Dorfes. Das kleine McGregor Museum befindet sich im Informationszentrum und bietet Einblicke in die lokale Geschichte und die Entwicklung des Dorfes.














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