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  IM ORT  

Das kleine Städtchen Bajo Boquete in der Provinz Chiriquí im Bezirk Boquete haben wir schon mal im April 2019 besucht. Es liegt am Ende einer Sackgasse, auf etwa 1.200 Metern Höhe in einem malerischen Tal, umgeben von Bergen und durchzogen vom Caldera-Fluss. Im Februar 2025 waren wir dann noch einmal 5 Nächte hier. In dem beliebten Touristenort leben auch viele Expats, vor allem Amerikaner und Kanadier. Von hier aus fährt man 40 km nach Davíd und 480 Kilometer weit ist die Hauptstadt Panama City entfernt.

Der Weg dorthin führt über Alto Boquete, das wir immer nur durchfahren haben. Kurz vor einem markanten Leuchtturm passiert man eine fest eingerichtete Straßensperre der Polizei mit sporadischen Kontrollen - wir wurden auch dieses Mal immer durch gewunken.

Das angenehme Klima, die natürliche Schönheit, die steilen Berge rundum und die Vielfalt an Aktivitäten machen Bajo Boquete zu einem attraktiven Ziel für Touristen und Ruhesuchende gleichermaßen. Die Durchschnittsjahrestemperatur beträgt 20° und fast täglich fällt gegen frühen Abend ein wenig Regen, der mit einer leichten Brise einhergeht und in seiner Regelmäßigkeit sogar einen Namen bekommen hat: Bajareque, was feiner Nieselregen bedeutet. Und wer Sonne, Hitze und Strand sucht ist in 1,5 Stunden an der Pazifikküste.

Der Ort wird überragt vom Vulkan Baru, er ist mit einer Höhe von 3.477 m der höchste Berg Panamas. Die Städte Volcán und Cerro Punta liegen westlich auf der anderen Seite des Vulkans. Der Berg ist Teil des Nationalparks Parque Nacional Volcan Baru.

Zusätzlich zu den touristischen Angeboten verfügt die Stadt über wichtige Einrichtungen wie ein Krankenhaus, Feuerwehr, Polizei, Bibliothek, Supermärkte, Geschäfte, Apotheken, Banken und weitere Dienstleistungen, die sowohl Einwohnern als auch Besuchern zugutekommen.

Neben Tourismus ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig. Neben dem berühmten Kaffeeanbau werden hier auch verschiedene Obst- und Gemüsesorten wie Beeren, Salate, Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren und Rote Bete kultiviert. Alles gedeiht prächtig in dem milden Höhenklima auf ca 1.200 m.

Die Kaffeebohnen Boquetes sollen die Besten des Landes sein und es gibt hier einige Kaffeebauern, die Touren und Verköstigungen auf ihrer Farm anbieten. Auf dieser Seite sind die bekanntesten Kaffeefarmen zusammengefasst, die man hier besuchen kann.

Wir haben hier keine der Farmen besucht, weil wir die Kaffeernte ja eine Woche zuvor schon ganz untouristisch im Mount Totumas Cloud Forest miterleben konnten.

Wer Adrenalin sucht kann den Boquete Tree Trek besuchen. Ein Abenteuerpark mit Zip-Lining und Hängebrücken, der atemberaubende Ausblicke auf den Nebelwald bietet.

Im Ort hatte sich einiges verändert seit unserem letzten Besuch. Wir fanden es fußgängerfreundlicher, es gab neue Geschäfte und Restaurants, Cafés und Unterkünfte.








Am Fluss

In Boquete wurden entlang des Caldera-Flusses einige Bauprojekte realisiert, um die Lebensqualität der Einwohner und Besucher zu erhöhen. Ein Beispiel ist der El Parque Biblioteca, ein Parkprojekt der Bibliotheksstiftung.

Man verwandelte ein fast 8 Hektar großes Gebiet des Mündungsbereiches eines Baches bis zum schnell fließenden Caldera-Flussaus aus Sumpf- und Buschland in eine ruhige grüne Oase. Mit gepflasterten Gehwegen zwischen den verschiedenen Wasserläufen ist der Park nun Heimat einer Vielzahl von Wildtieren und Pflanzen.

Es gibt Teiche mit Koi, Enten und Schildkröten. Das Areal ist ein beliebter Ort für Familienpicknicks oder Hochzeitsfotos geworden. Über den Park verteilt befinden sich kleine Bibliotheken, die zum Büchertausch einladen. Bänke und Tische bieten ausreichend Sitzgelegenheiten, viele davon wurden Freunden und Familien gewidmet.

Angrenzend ist der Boquete Central Park, der sich nur wenige Meter von der öffentlichen Bibliothek Boquete entfernt am Ufer des Caldera-Flusses erstreckt. Dieser Park bietet auf fast 9 Hektar Fläche über 5.000 für die Region typische Pflanzen wie Papageienblumen, Walnussbäume und Eukalyptusbäume. Der zentrale Park von Boquete ist täglich von 7:00 bis 17:00 Uhr für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich.

Weiter nördlich an der Panamonte Bridge wurde auch mit Baggern in und am Flussbett gearbeitet. Vermutlich werden hier Felsen am Flussufer zu befestigten Ufern aufgeschichtet zum Schutz vor Überschwemmungen, denn im November 2024 erlebte Boquete schwere Überschwemmungen infolge intensiver Regenfälle.

Am 4. November erreichte der Caldera-Fluss in Boquete seinen höchsten Pegelstand, was die Bewohner und lokalen Behörden in Alarmbereitschaft versetzte. Obwohl der Fluss innerhalb seines Bettes blieb, führten starke Strömungen zu Überschwemmungen in einigen Gebieten. Siehe Videobericht unten.

Auch hier sind am Ufer schon neue Wege wie der Paseo del Río enstanden. Hier kann man am Abend mit Beleuchtung am Fluss spazieren gehen und sich auf die Bänke setzen. Es ist aber ein totes Ende ohne Verbindung zum Ort, dazu muss man wieder über die Brücke.







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Bajo Boquete

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