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 IM ORT   

Von Panama-Stadt aus erreicht man El Valle de Antón in etwa zweieinhalb Stunden mit dem Auto. Es gibt eine mehrere Zufahrten vom Interamerican Highway nach El Vallede Anton hinein. Von Panama City fährt man ca. 90 km und biegt an der Delta-Tankstelle bei Las Uvas kurz nach San Carlos rechts ab. Von hier sind es noch ca. 28 kurvenreiche Kilometer über die Ruta 71 bis El Valle. Über diese recht einfach zu bewältigende Strecke sind wir von Osten in den Ort gefahren.

Nach drei Nächten Aufenthalt in der Villa Victoria mit ihrem vogelreichen Garten sind wir dann weiter nach Westen in Richtung Boca Chica zur nächsten Unterkunft gefahren. Auf dem Rückweg ein paar Wochen später haben wir dann etwas außerhalb noch einmal zwei Nächte in der schönen Unterkunft Casa Madre Tierra gewohnt und dort auch gegessen.

Die Straße nach Westen aus dem Dorf heraus hoch in die Berge ist extrem schmal, kurvig und teilweise sehr steil. Die kleinen Busse des öffentlichen Nahverkehrs schaffen es dennoch hier hoch. Durch kleine Dörfer fährt man dann weiter und knapp 40 Kilometer weiter westlich bei Anton mündet die Ruta 71 dann bei Antón wieder auf dem Interamerican Highway - ja, beide Zufahrten in den Krater habe die gleiche Nummer.

El Valle de Anton in der Provinz Coclé wird umrahmt von üppigem Grün mit einer Besonderheit: der Talkessel liegt auf etwa 600 Metern Höhe inmitten eines inaktiven Vulkankraters und somit befindet man sich hier im zweitgrößten besiedelten Vulkankrater der Erde. Aber keine Angst, denn dieser Vulkan hat jahrtausendelang geschlafen und ist jetzt ein beliebter Ausflugsort für Panamaer und Besucher, die gerne wandern und Wasserfälle erkunden möchten. Das hier herrschende Mikroklima am Nebelwald erschuf rundum eine einzigartige Flora und Fauna.

Wir waren hier schon mal für eine Nacht im April 2019, eher durch Zufall als durch Planung. Mehr zu diesem Besuch auf der Seite El Valle de Anton, gewohnt haben wir damals im Caracoral Hotel Boutique. Das gibt es immer noch.

Der Ort selbst hat sich seit unserem ersten Besuch nicht sehr viel verändert, nur die Geh- und Fahrradwege sind alle fertig und man kann sich in der Nähe vom Supermarkt El Rey am Ortseingang diverse Arten von Fahrrädern mieten und damit die Umgebung bequem erkunden. Auch bei Einheimischen ist es ein beliebtes Verkehrsmittel.

Hübsch sind die vielen Steinbänke entlang der Hauptstraße, die hier liebevoll mit Motiven aus der einheimischen Flora und Fauna bemacht wurden. Das Mariposario Butterfly Haven haben wir dieses mal auch besucht. Diese Schmetterlingsfarm beherbergt viele verschiedene Schmetterlingsarten. Besucher können die Bedeutung der Insekten für das Ökosystem kennenlernen und ihre Schönheit aus nächster Nähe bewundern

In El Valle liegen die meisten Restaurants entlang der Hauptstraße, die Anzahl und die Qualität kann aber nicht ganz mit anderen Orten wie etwa Bouquete konkurrieren. Unser Liebling war für den Abend das La Ranita Gourmet und am Mittag waren wir gerne im Heavens Café. Die von uns im Jahr 2019 besuchten Restaurants waren alle verschwunden, gefühlt gab es dafür aber mehr Supermärkte als beim ersten Besuch. Wie überall auch hier einen mit chinesischen Besitzern.

Dank der vulkanischen Vergangenheit verfügt El Valle de Antón über Thermalquellen mit Wassertemperaturen von bis zu 40 °C. Besucher können hier Schlammmasken genießen und in den warmen Becken entspannen. Wir entdeckten Schildkröten, die in den kleinen, warmen Bächen an den heißen Quellen leben. Am Abend quaken die Frösche in den Regenwassergräben, die hier überall die Straßen säumen. In einigen dieser Gräben mit fliessendem Wasser konnten wir auch Schwärme kleiner Fische fotorafieren. Das Vogelleben ist vielfältig, die vielen Gärten ernähren eine Vielzahl von gefiederten Bewohnern und Gäste aus den umliegenden Bergen.

Nicht verändert hat sich auch die Kirche San Jose an der Avenida Central. Ganz in der Nähe befindet sich auch der örtliche Busbahnhof mit einem lebhaften Markt, auf dem lokale Handwerkskunst, bunte Hängematten, traditionelle Hüte sowie frisches Obst und Gemüse angeboten werden.








Wanderungen

Valle de Anton mit seinem speziellen Mikroklima und kühlen Nächten bekommt viel Regen in der Regenzeit. Auch bei unserem Besuchen im Januar und Februar hat es am Nachmittag immer wieder geregnet, obwohl das eigentlich schon die Trockenzeit ist. Die vielen schönen Wanderwegn und der einfachen Erreichbarkeit von Panama-Stadt machen El Valle zu einem der besten Orte für einen komfortablen Kurzurlaub mit Ökotourismus.

Die beliebteste Wanderung in der Stadt ist das Wandern auf den Gipfel des La India Dormida, einer natürlichen Formation am Rande des Vulkankraters. Der Bergkamm ähnelt aus der Ferne dem Profil einer liegenden Frau – unten auf dem ersten Bild gut zu erkennen. Auf dem 2-4 Stunden langen Weg mit einem Höhenunterschied von ca. 500 m befindet sich der Wasserfall Chorro de las Mozas und Petroglyphen aus vorkolumbianischer Zeit.

Wir wollten eigentlich etwas wandern, hatten aber noch mit Klima und Zeitumstellung zu kämpfen am dritten Tag nach der Ankunft. Ausserdem sind hier alle Wege sehr steil und bei täglichem Regen auch extrem rutschig.

Die anspruchsvolle Wanderung zum Cerro Gaital, die durch dichte Vegetation zu atemberaubenden Aussichtspunkten führt, wäre für uns sowieso zu heftig gewesen. Der Höhenunterschied beträgt ca. 1.185 m und der Weg führt durch dichten Nebelwald mit hohen Bäumen, Farnen und moosbedeckten Felsen. Der Aufstieg ist extrem steil, einige Abschnitte erfordern Kletterfähigkeiten. Es gibt aber wohl Seile zum Festhalten, gute Wanderschuhe sind hier jedenfalls Pflicht. Das war uns alles zu anstrengend und gefährlich.

Zum Chorro El Macho führt eine kurze Dschungeltour zum 35 Meter hohen Wasserfall. Der Weg ist allerdings sehr beliebt, als wir ankamen war schon alles zugeparkt. Es gibt auch einen natürlichen Pool, in dem man schwimmen kann. Dem entsprechend voll ist es hier, wir sind hier alternativ von einem Notparkplatz vor einer Garteneinfahrt ein Stück auf der Straße entlang gegangen, auf der Suche nach Vögeln.

Im November 2024 wurde El Valle de Antón von der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) mit dem Titel "Best Tourism Villages 2024" ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt das Engagement des Dorfes für die Bewahrung kultureller und natürlicher Ressourcen sowie für nachhaltige Tourismuspraktiken








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