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MAMACILLO SUITE

Im April 2019 waren wir schon einmal für 4 Nächte in der Mount Totumas Cloud Forest Lodge. Damals haben wir in der günstigen Howler Tree Cabin am Cascade Trail gewohnt, mehr dazu auf dieser Seite.

Im 04.November 2020 ereignete sich in Mount Totumas ein schwerer Erdrutsch, der erhebliche Schäden verursachte. Nach heftigen Regenfällen rutsche ein Hang ab und das führte zur Zerstörung von Straßen, Infrastrukturen und zweier Mitarbeiterhäuser. Tragischerweise kamen dabei Melquaides Rodriguez (21) und seine Freundin Ana Escalante (17) ums Leben.

Der Erdrutsch schnitt den Zugang nach Volcán ab. Es gab umfangreiche Schäden an der Straße in verschiedenen Abschnitten, und die Fußgängerbrücke aus Metall am Rio Colorado wurden durch massive Ansammlungen von Felsbrocken und Bäumen zerstört. Bis heute wurde sie nicht ersetzt. Die Unterkünfte der Mitarbeiter hier auf Totumas wurden zerstört und der Cascade Trail wurde zusammen mit seinen Brücken und Wasserfällen weggespült.

Nach acht Monaten Schließung aufgrund der Pandemie musste man nun die zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen. Spenden wurden gesammelt, um die betroffenen Familien zu unterstützen und die notwendigen Reparaturen durchzuführen. Heute, fast 5 Jahre später, erinnert nur noch eine Wunde am Berg an das Unglück, wo einst die Häuser standen, die wir noch vom ersten Besuch kannten.

Weil es uns damals hier so gut gefallen hatte, kamen wir nun als Rentner mit mehr Zeit gleich für 7 Nächte. Eine Nacht bekamen wir dabei geschenkt, wir haben direkt bei Jeffrey gebucht. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren konnte ich hier mal im Ausland meinen Geburtstag feiern, hatte mir dafür diesen Ort gewünscht.

Doch nicht noch einmal im engen Cottage, dieses Mal haben wir uns die Suite im ersten Stock in der Bellbird Lodge geleistet. Leider war es Ende Januar hier wettermäßig nicht ganz so ideal wie damals im April. Nicht wegen dem gelegentlichen Sprühregen, der ja im Cloud Forest ganz normal ist und nach dem dieser benannt wurde. Es ist um diese Zeit sehr windig, daher gab es wesentlich weniger Insekten. Und weniger Insekten bedingen auch weniger Vögel, die man durch den Wind im rauschenden Blätterwald auch nicht so gut hören kann.

Trotzdem hatten wir hier eine wunderbare Zeit weit ab von allen, mit netten Mitbewohnern und vielen Wanderungen, bei denen wir so gut wie keine anderen Menschen trafen. Neu war auch ein Hotpool, in dem man sich nach dem Wandern entspannen kann. Leider war er nicht so heiß wie gewünscht, denn für die elektische Heizung wird der Überschuss vom hauseigenen Wasserkraftwerk verwendet. Im Februar und März wird aber der meiste Strom für die Verarbeitung der gerade geernteten Kaffeebohnen gebraucht, da bleibt nur wenig für den Hotpool übrig.



Lage

Die Anfahrt gestaltet sich schwierig, wenn man nicht über ein allradgetriebenes Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit verfügt. Im Jahr 2019 hatten wir ein solches Fahrzeug und sind selbst hier hoch gefahrten, mehr dazu auf der Seite Anfahrt zur Loge ab Volcán.

Da wir 2025 ganze 5 Wochen im Land waren, war ein Allrad zu teuer. Ausserdem steht das Auto bei einem Aufenthalt hier nur herum. Alternative: In David am Flughafen abgeben und sich von dort für 100 Dollar pro Strecke abholen lassen.

Wir haben uns nach einer Nacht im Los Brezos Boutique Hotel in Volcán von Martin, einem Fahrer mit einem älteren Allrad-Fahrzeug, zur Mittagszeit abholen lassen. Unser Auto parkten wir dann auf seinem Grundstück, nach 7 Tagen hat er uns dann pünktlich wieder zurück gefahren. Das kostet oneway 60 Dollar.

Die Lösung war sehr gut und bequem, denn für Selbstfahrer bietet die Strecke zur höchstgelegenen Eco-Lodge in Panama einige spannende Momente, die Strecke ist insgesamt wesentlich schlechter geworden. Erst ab dem Rio Colorado an der Grenze zu Totoumas, wo es besonders steil wird, gibt es betonierte Fahrspuren und die Strecke ist etwas gepflegter. Man muss vorher immer noch durch den Fluss fahren und die Regenfälle der letzten Jahre haben die Sitation nicht besser gemacht. Dicke Steine überall, Auto und Insassen werden sehr gut durchgerüttelt.

Außerdem wurde am Weg eine Menge neu gebaut, die Straße also jetzt von mehr Autos befahren. Die einst einsam im Wald gelegenen heißen Quellen von Los Pozos sind keine abgelegene Touristenattraktion mehr, sondern das Badezimmer für die nun dort in der Nähe ansässigen Arbeiter und deren Familien.




Zimmer

Die Mamacillo Suite ist mit Abstand der schönste Raum.

Neben der Cabin im Wald gibt es noch vier Zimmer im Coffe House. Direkt daneben wird gerade ein neues Haus gebaut, dort zieht die Tochter mit ihrer Familie ein. Fünf weitere Zimmer sind in der Bellbird Lodge, davon drei in der unteren Etage und die zwei schönsten mit sagenhaftem Ausblick im Obergeschoss. Rechts die Mamacillo Suite für 2 Personen, auf der anderen Seite die Suite Bambito mit 1 Kingbett und 2 Einzelbetten für bis zu 4 Personen.

Von hier aus kann man in Hausschuhen direkt runter zum Essen gehen und auch bequem den Aufenthaltsraum mit Büchern und Zugang zu Getränken nutzen, wenn Service und Küche geschlossen sind. Unbedingt anschauen sollte man sich die Schränke oben auf der Empore vor den beiden Suiten. Hier schlummert in flachen Schubladen ein Schatz an gesammelten Insekten.

Die Mamacillo Suite bietet einen privaten Balkon, der über dem Eingang zur Lodge liegt. Von hier aus hat man von bequemen Stühlen einen wunderbaren Blick auf die Berge, über den Cloud Forest und kann die Wolken zu jeder Tageszeit mit einem Glas Wein in der Hand beobachten. Auch die bunten Besucher, die weiter unten in den Büschen gefüttert werden.

Man oben hat hier eine Menge Platz, der Raum mit einigen Schrägen vermittelt ein schönes Raumgefühl. Es gibt keinen Kleiderschrank - nur eine Ablage in der Ecke, eine Kommode mit großen Schubladen, Stühle und Haken an der Tür. Das große Bett war bequem, wir haben hier gut geschlafen. In den ersten Monaten des Jahres weht aber besonders in der Nacht ein sehr starker Wind und rüttelt manchmal an Haus und Dach.

Im Badezimmer duscht man in der Badewanne mit Abtrennung, es gibt viel Ablagefläche und an der Toilette eine zusätzlich Wasserdüse. So kann man Papier sparen. Das Zimmer wird hier jeden Tag gemacht, wir haben die Handtücher länger gebraucht und es auch nur jeden zweiten Tag machen lassen.




Frühstück

Das Frühstück war im Übernachtungspreis enthalten. Den ganzen Tag kann man sich in der Bellbird Lodge Tee zubereiten, frischen Kaffee aus eigenen Bohnen bekommt man nur wenn jemand in der Küche anwesend ist.

Alle Gäste frühstücken zur gleichen Zeit, alles wird am Tisch serviert und dabei hat man schöne Ausblicke auf die Umgebung und kann die vielen Kolibris an den Zuckerquellen beobachten. Es gibt Eier nach Wunsch, Kaffee oder Tee, leckeren Saft, Brot, Butter und Mamelade und immer etwas frisch Gebackenes: Muffins oder Zimtschnecken, von Tag zu Tag variierend. Alles sehr lecker, ein guter Start in den Tag.


Essen

Wenn man Mittagessen möchte, teilt man dies dem Personal am Morgen mit und bekommt dann auch gesagt, was es gibt. Lunch kostet etwa 13 Dollar pro Person, wenn man eine längere Wanderung plant kann man auch ein Lunchpacket mitnehmen.

Beim Dinner für etwa 24 Dollar bekommt man eine Auswahl aus zwei Hauptgerichten genannt, für die man sich vorab entscheiden kann. So wird frisch für alle den Wünschen entsprechend gekocht. Die Zutaten stammen zum großen Teil auch aus eigenem Anbau, werden frisch aus den Gewächshäusern geerntet. Auch Allergien oder eventuelle Abneigungen können angegeben werden.

Getränke kann man sich den ganzen Tag lang aus dem Kühlschrank nehmen und in eine Liste eintragen. Auch die Weinauswahl war sehr gut, wir hatten ein paar nette Weine aus Argentinien zu zivilen Preisen zum Essen. Bleibt etwas über, kommt es mit Namen versehen wieder in den Kühlschrank für den nächsten Abend.

Am ersten Abend bekamen wir eine leckere Kürbissuppe, dann Reis mit 6 großen Shrimps und Bananachips und Zimtkuchen zum Nachtisch.

Mittags gab es am zweiten Tag Teigtaschen mit Lachs und Blumenkohl, dazu Salat und Krabbenbrot. Abends Salat, dann Hühnchen mit überbackenen Kartoffeln und Gemüse, danach Schokotorte.

An meinem Geburtstag hatten wir mittags Hackbällchen mit Bulgursalat und Fladenbrot. Abends Salat mit Brot und Balsmico, dann Lasagne bzw. Hühnchen-Schnitzel überbacken mit Nudeln, danach Flan Casero. Und zum Geburtstag ein Ständchen und eine Torte mit Ananas, die ich mit den anderen Gästen geteilt habe.

Am nächsten Tag hatten wir am Mittag 3 Fisch-Tacos mit selbstgemachten Fischstäbchen drin. Abends gab es Salat mit Feta, dann Grillspieße mit Huhn und Ofenkartoffel-Stücken, danach Apple-Crumble mit Zimt.

Zwei GÄnge gab es am nächsten Mittag: einen kleinen Salat, dann 2 Hähnchen-Tacos mit Oliven und Tomaten. Abends eine Zwiebelsuppe, dann Fisch in Fruchtcurry mit Reis und danach Aprikosentorte.

An einem Tag haben wir komplett auf ein Mittagsessen verzichtet und nur ein paar Kekse gegessen, weil wir zum La Amistad Nationalpark gewandert sind. Am Abend gab es dann leider nur vegetarisch: Erst Salat, dann Ravioli mit Kürbisfüllung für mich, die leider etwas laff geraten waren, bzw. Auberginenlasagne mit Nudeln für Michael, eindeutig die bessere Wahl. Nachtisch an diesem Abend war Apfelstrudel.

Am letzten Tag merkte man, das die Chefin Alma wieder in der Küche stand, die Familie war gerade aus dem Urlaub an der Küste zurück. So gab es Mittags Nudeln mit Shrimps plus Frühlingsrollen plus Sommerrollen. Sehr üppig und aufwendig. Abends dann Broccolisuppe, als Hauptspeise Reis mit Schmorfleisch und Gemüse, danach Eischreme.

Geschmeckt hat es uns hier wieder sehr gut, die Portionen waren angemessen und alles frisch zubereitet. Auch wenn Alma nicht vor Ort ist, hat das Personal die Küche im Griff und alle sind sehr nett und entspannt hier.




Fazit

Mal wieder eine tolle Zeit in der Lodge und in der Natur, nächstes Mal gerne eine andere Jahreszeit und nur noch die Suite.

Im Januar/Februar 2025 waren wir für 7 Nächte hier.

Hier ist ein Link zur Mount Totumas Cloud Forest Lodge.

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