| Weltreisen | Marokko | Allgemeines | Site-Map | HOME |

| Fauna |

FLORA UND FAUNA

Marokko ist aufgrund seiner geografischen Vielfalt - von der Mittelmeer- und Atlantikküste über die Wüsten der Sahara bis hin zu den Bergen des Atlasgebirges - ein Land mit einer faszinierenden und abwechslungsreichen Flora und Fauna. Die natürlichen Lebensräume für Pflanze und Tiere reichen von feuchten Küstenregionen bis zu trockenen Wüsten mit Sanddünen und hohen Gebirgszügen, auf denen im Winter Schnee liegt.

Die Pflanzenwelt Marokkos ist geprägt von den unterschiedlichen Klimazonen, wir waren nur im Süden des Landes unterwegs, daher keine Bilder und Berichte über die Mittelmeerküste im Nordosten des Landes, zwischen Tanger und der Grenze zu Algerien. Dazu verläuft parallel das Rifgebirge mit dem Jbel Tidirhine (2.456 m) als höchsten Punkt. Der bekannteste Ort dort ist Chefchaouen, die blaue Stadt.

Wir waren an der Atlantikküste ab Essaouira in Richtung Süden unterwegs. Hier findet man breite, flache Strände und Dünen. Dazu fruchtbare Ebenen im Hinterland, die intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. Das Klima hier ist gemäßigt mit Klima mit milden Wintern und warmen Sommern.

Das Atlasgebirge ist das dominierende geographische Merkmal Marokkos und zieht sich von der Atlantikküste bis nach Algerien. Der Jbel Toubkal ist mit 4.167 m.ü.M. der höchste Berg Nordafrikas. Zahlreiche Berberdörfer und traditionelle Lehmbauten findet man hier und im Winter liegt Schnee auf den Gipfeln und manchmal bis hinunter in die Oasen. Die Flora besteht abseits von der bewässerten Landwirtschaft aus Wäldern mit Zedern und Korkeichen. Der Zedernwald von Azrou ist bekannt für die dort lebenden Berberaffen.

Südlich vom Hohen Atlas, bis hin zur Sahara, erstreckt sich der Anti-Atlas mit dem Jbel Sirwa (3.305 m). Die Landschaft hier ist karg und felsig, geprägt von trockenen Tälern und Wadis. Hier wächst nicht viel, die Menschen leben unter anderem auch von den Arganbäumen, denen ich eine eigene Seite gewidmet habe.

Im Süden und Südosten Marokkos, jenseits des Atlasgebirges, liegt die Sahara. Erg Chebbi und Erg Chigaga sind berühmte Sanddünenfelder, die Touristen mit Kamelsafaris und Übernachtungen in Berberzelten magisch anziehen. Direkt nebenan liegen Steinwüsten und Hamada, felsige Wüstenflächen.

Die Pflanzenwelt im Süden Marokkos ist an das aride Klima angepasst. In Oasen wie Erfoud, Merzouga und Zagora bilden die vielen Dattelpalmen und uralten Bewässerungssysteme die Lebensgrundlage für viele Menschen. Wo Wasser vorhanden ist, da wachsen auch Granatapfel, Feigenbäume, Aprikosen und Mandeln. Dazu Kräuter wie Minze, Koriander und Anis.

In den trockenen Steppengebieten und am Rand der Sahara wachsen Akazien. Sie haben tiefreichende Wurzeln, die Wasser in großer Tiefe erreichen und somit Schatten und eine wichtige Nahrungsquelle für Tiere bieten. Der Baum produziert Gummi-Arabikum, das in der Industrie verwendet wird.

Auf den salzhaltigen Böden der Wüstenebenen und trockenen Seen wachsen Salzpflanzen wie Salicornia (Queller) und Suaeda (Salzkräuter). Sie haben die Fähigkeit, Salz in ihren Geweben zu speichern und abzugeben. Wüstenmelonen (Citrullus colocynthis) wachsen auf sandigen Böden, die bittere Früchte sind ungenießbar, können jedoch Wasser speichern.

Wüstenbüsche und Gräser sind weit verbreitet in den Steppen und Halbwüsten des Südens. Einige Beifuß-Arten duften aromatisch und werden in der traditionellen Medizin verwendet. Alfa-Gras (Stipa tenacissima) wird traditionell zur Herstellung von Seilen, Matten und Papier verwendet. Der Armoise oder Wüsten-Wermut ist ein aromatisches Kraut, das in der lokalen Heilpraxis geschätzt wird.

Tamarisken wachsen an Flussläufen und in salzhaltigen Böden. Sie sind extrem widerstandsfähig gegen Trockenheit und hohe Salzkonzentrationen und helgfen mit, Bodenerosion zu verhindern. An der Küste findet man viele Sukkulenten und Kakteen wie Euphorbien, Aloe-Arten und Agaven. Sie speichern von Wasser in Blättern oder Stämmen und schützen sich vor Fressfeinden durch Dornen.








Fauna

Marokko ist kein Land für eine Safari, trotzdem kann der aufmerksame Beobachter hier durchaus einige Tiere entdecken. Zugegeben, für Fotos von seltenen Antilopen und Rothals-Straußen mussten wir Einzritt im Gazellengehege im Nationalpark Sous Massa zahlen. Und für eine Wanderung rund um Tafraoute, bei der man durchaus Dorcas-Gazellen sehen kann, hatten wir keine Zeit mehr.

Die Säugetiere im Süden Marokkos sind wie die Pflanzen an Trockenheit und Hitze angepasst. Viele von ihnen sind nachtaktiv, um der Tageshitze zu entgehen. Das Dromedar (Camelus dromedarius) ist das Symboltier der Wüste schlechthin. Es speichert Fett in seinem Höcker und kann lange Zeit ohne Wasser auskommen. Die Tiere sind Lasttier, Milch- und Fleischlieferant in der Region. Mehr dazu auf der Seite Kamele und Raupen

Seltene Arten sieht man als Tourist eher gar nicht oder nur mit sehr viel Glück. Der Fennek (Vulpes zerda), kleinster Fuchs der Welt mit großen Ohren, die zur Wärmeabgabe dienen, ist nachtaktiv. Ebenso die sehr scheue Sandkatze (Felis margarita). Auch sie ist perfekt an die Wüstenbedingungen angepasst, mit dichtem Fell an den Pfoten zum Schutz vor heißem Sand.

Die Streifenhyäne (Hyaena hyaena) ist sehr selten, kommt nur in sehr abgelegenen Wüstengebieten vor. Ebenso selten sieht man einen Berbersteinbock (Capra pyrenaica) in den felsigen Gebieten des Anti-Atlas.

Nagetiere und Kleinsäuger haben wir ein paar gesehen, sie waren aber zu flink für ein Foto. Wüstenrennmäuse, Springmäuse, Dornschwanzrennmäuse und Hörnchen sind schnell in ihren unterirdische Höhlen.

Der Süden Marokkos ist ein Paradies für Vogelbeobachter, insbesondere während der Zugzeiten, wenn viele Vogelarten die Region passieren. Besonders zu empfehlen ist hier die Lagune Massa im Nationalpark Souss-Massa. Hier sieht man sogar Flamingos, Ibisse und Löffler. Mehr zu Möwen auf der Seite Möwen an der Küste.

Störche, Lerchen, Steinschmätze und andere Arten nutzen Marokko als Rastplatz auf ihrem Weg zwischen Europa und Afrika. Die Reptilien des Südens sind besonders zahlreich, während Amphibien aufgrund des Wassermangels selten vorkommen.

Die Insektenwelt im Süden Marokkos ist vielfältig und leider oft unsichtbar, da auch hier viele Arten nachtaktiv sind. Wüstenheuschrecken, Skorpione, Sandlaufkäfer, Falter, Schmetterlinge, Ameisen und Termiten findet man auch hier, in der oft lebensfeindlichen Umgebung. Jede Tierart erfüllt eine spezifische Rolle im empfindlichen Ökosystem der Region.












Videos zum Thema

| Weltreisen | Marokko | Allgemeines | HOME |

| Datenschutz | Impressum |